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Neue Modelle Mercedes-Benz S-Klasse: Neu im Detail

| Autor / Redakteur: Mario Hommen/SP-X / Jens Scheiner

Die neue S-Klasse bleibt ihrem bisherigen Konzept treu. In vielen Details wurde dies jedoch verfeinert. Vor allem bei der Sicherheit wird das Flaggschiff neue Maßstäbe setzen.

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Die neue S-Klasse wird digitaler, aerodynamischer, sparsamer und sicherer.
Die neue S-Klasse wird digitaler, aerodynamischer, sparsamer und sicherer.
(Bild: Daimler)

Anfang September wird Mercedes die Neuauflage seines Flaggschiffs S-Klasse offiziell enthüllen. Die Marke des Daimler-Konzerns geht auf Nummer sicher und wird die DNA der Luxus-Ikone im Kern erhalten. Dazu gehört es auch, die Neuauflage mit modernster Sicherheitstechnik aufzurüsten. Zudem wird sie digitaler, aerodynamischer, leichter und sparsamer.

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S-Klasse: Mehr Komfort auf der Straße und im Innenraum

Mit seinen Innovationen will Mercedes das nach eigenem Anspruch „beste Auto der Welt“ nochmals besser machen. Die Fondinsassen bekommen das mit einem gewachsenen Entfaltungsspielraum zu spüren. Die wie bisher in drei Radständen verfügbare Neuauflage wird bereits in der kurzen Europa-Version einen um einige Zentimeter erweiterten Knieraum bieten.

Die Fahrgäste auf den Rücksitzen bekommen zudem je ein Display mit dem MBUX-System. Dieses kommt nun in der zweiten Generation zum Einsatz und soll noch besser und intuitiver auf Spracheingaben reagieren. Außerdem können die beiden Fond-Displays unabhängig voneinander bedient werden.

Für einen besseren Komforteindruck wird zudem der deutlich gesenkte Luftwiderstand sorgen. Der cw-Wert von 0,22 ist nicht nur ein Garant für mehr Ruhe im Innenraum, er hilft auch dabei Sprit zu sparen. Details zu den Antrieben werden erst später verraten, doch ziemlich sicher wird es die S-Klasse wie bisher mit Diesel und Benziner mit sechs, acht und vermutlich auch zwölf Zylindern geben.

Plug-in-Hybrid für die S-Klasse

Das Leistungsspektrum dürfte sich zwischen rund 300 und 600 PS bewegen.Auch ein Plug-in-Hybrid ist geplant, der 100 Kilometer rein elektrische Reichweite ermöglichen soll. Einen rein batterieelektrischen Antrieb in der Oberklasse wird Mercedes mit einem etwas anderem Autokonzept kombinieren.

Kleiner Wendekreis und Neigetechnik

Für die S-Klasse wird Mercedes zwei Fahrwerke anbieten: Die Standausführung fährt mit einem Einkammer-Luftfederungssystem vor. Mit dem optionalen aktiven Fahrwerk ist die S-Klasse nochmals kommoder unterwegs. Laut Chef-Ingenieur Jürgen Weissinger kann sie sich in Kurven wie ein Boot hineinlegen, da sich das Fahrzeug aktiv in Kurven neigt. Kameras scannen zudem die Fahrbahnbeschaffenheit, was ein entsprechend automatisches Vorkonditionieren des Fahrwerks erlaubt.

Trotz ihrer stattlichen Größe von über fünf Meter soll sich die S-Klasse dank optionaler Allradlenkung so agil wie ein Kompakter in Kurven verhalten. Dabei stehen zwei Allradlenkungen zur Wahl, bei denen die Hinterräder wahlweise um 4,5 oder um maximal zehn Grad einschlagen. Im Idealfall soll der Wendekreis elf Meter betragen.

Bis zu 16 Airbags schützen die Passagiere

Ebenfalls eindrucksvoll sind die Verbesserungen bei der Sicherheit. Künftig wird die S-Klasse frontale Airbags speziell für Fondpassagiere bieten, die sich aus der Rückenlehne der Vordersitze entfalten. Anders als Airbags für die Frontpassagiere müssen diese allerdings in der Lage sein, sich beim Auftreffen auf Kindersitze anzupassen. Deshalb haben die Luftsäcke einen flexiblen und weichen Kern. Kombiniert wird das erweiterte Airbag-Konzept um Beltbags, also aufblasbare Sicherheitsgurte. Letztere lassen sich optional mit beleuchteten Designgurtschlössern ausstatten.

Safety Week

Die Safety Week ist die Plattform für das gesamte Spektrum der Produkte der Fahrzeugsicherheit und der Technologien, die in ihrer Entwicklung eingesetzt werden. Neben Vorträgen zur aktiven und passiven Sicherheit von Fahrzeugen gibt es auf der Konferenz unter anderem Sessions zur Lichttechnik und zum automatisierten Fahren.

Alle Informationen und das Programm der Safety-Week

Wird das komplette Airbag-Portfolio bestellt, ist die S-Klasse mit 16 Luftsäcken unterwegs. Dazu gehören auch Knie- und Mittelairbags sowie in die äußeren Seiten der Vordersitze integrierte Luftsäcke. Letztere sollen bei einer Kollision von der Seite die Insassen in die Fahrzeugmitte bugsieren und damit besser schützen. Zusätzlich kann die Sensorik des Fahrzeugs einen drohenden Unfall von der Seite erkennen und bei entsprechender Gefahr die Karosserie um bis zu acht Zentimeter anheben. Dies soll die Aufprallenergie auf steifere Fahrzeugstrukturen lenken.

Kameras und Ultraschallsensoren ermöglichen Autonomie-Level 3

Zu den weiteren Neuheiten gehören Matrix-LED-Scheinwerfer, die über einen nur daumengroßen Chip 1,6 Millionen Lichtpunkte pro Leuchteinheit steuern. Steht eine Person am Fahrbahnrand, ist ein präzises ausleuchten dieser möglich, wobei die Matrix den Kopf der Person ausspart, um nicht zu blenden.

Darüber hinaus hat Mercedes die Umfeldsensorik des S-Klasse aufgerüstet. Neben Kameras kommen künftig zwölf Ultraschallsensoren zum Einsatz, was insgesamt die Leistungsfähigkeit der vielen Assistenzsysteme erweitert. Wenn es die Gesetzgebung erlaubt, kann die kommende S-Klasse auf Autonomie-Level 3 fahren und damit zum Beispiel auf der Autobahn den Fahrer entlasten.

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