Klimaschutz Energiezwilling für nachhaltige Produktionsgebäude

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

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Mercedes-Benz und Siemens haben einen Energiezwilling entwickelt. Die Software soll dabei helfen, nachhaltige Produktionsgebäude zu planen.

Mercedes-Benz und Siemens haben einen Energiezwilling für Produktionsgebäude entwickelt.(Bild:  © Mercedes-Benz Group AG)
Mercedes-Benz und Siemens haben einen Energiezwilling für Produktionsgebäude entwickelt.
(Bild: © Mercedes-Benz Group AG)

Die effiziente Produktion erschließt sich nicht nur in durchdachten Prozessen. Der Energieverbrauch der Fabriken ist wesentlich, Stichwort: „smart buildings“. Siemens und Mercedes-Benz haben deshalb einen digitalen Energiezwilling entwickelt. Er soll es ermöglichen, Fabriken nachhaltig zu planen.

Wie funktioniert das? Basierend auf Verhaltensmodellen von Gebäuden, technischen Anlagen und Anlagen zur Energieerzeugung verknüpft der Energiezwilling Informationen: etwa Wetterdaten, Lastprofilsimulation, Anlagenauswahl und Dimensionierung. So können Planer energetische Gebäudeprozesse visualisieren, analysieren und nachhaltig optimieren.

Mittels Simulation eines physischen Energiesystems verifiziert die Software vorgeschlagene Planungsszenarien für den Energieverbrauch und schlägt Optimierungen vor – einschließlich Energieeffizienz, Kostenersparnis und Reduktion der Emissionen. Matthias Rebellius, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und CEO von Smart Infrastructure, sieht im Energiezwilling „einen spannenden ersten Schritt zu einem integrierten Prozess für optimierte Planung, Gebäudebetrieb und Produktion“.

In der konkreten Anwendung soll der „Digital Energy Twin“ Mercedes-Benz dabei helfen, alle Produktionsstandorte weltweit bis zum Jahr 2039 vollständig mit erneuerbaren Energien zu betreiben. Der Autohersteller hat das Tool in der Factory 56 im Werk Sindelfingen entwickelt und getestet.

CO2-Emissionen halbieren

Die Software basiert auf der Plattform „Xcelerator“ des Unternehmens. Aktuell arbeitet Siemens mit einem weiteren Partner in einem ähnlichen Projekt. Dabei simuliert ein Energiezwilling den Energieverbrauch und ermittelt das Sparpotenzial bei 15 Brauereien weltweit. Siemens schätzt das Potenzial an jedem Standort auf zwischen 15 und 20 Prozent. Die CO2-Emissionen könnten durchschnittlich halbiert werden.

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Energiezwilling für die Automobilindustrie

Den Energiezwilling will Siemens als skalierbares Tool „für das Umfeld der Automobilbranche“ entwickeln. Siemens stellt Schulungs- und Supportleistungen für den digitalen Energiezwilling bereit und verantwortet die Wartung und Weiterentwicklung, damit dieser im gesamten globalen Produktionsnetzwerk von Mercedes-Benz eingesetzt werden kann. Seit 2021 arbeiten Siemens und Mercedes-Benz zusammen, um digitale, nachhaltige Produktionsmethoden zu entwickeln.

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