Aweba Millimeterarbeit für Elektrofahrzeuge

Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. Ralf Högel / Thomas Günnel

Der Fahrzeugbau und insbesondere der Antriebsstrang entwickeln sich rasant. Ob neue Getriebegenerationen, Hybridtechnik oder vollelektrische Antriebskonzepte – für den Werkzeugbau bedeutet dies neue Anforderungen: zum Beispiel bei hochpräzisen Umformteilen.

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Ein Werkzeugmacher bei der Endkontrolle vor dem Zusammensetzen von Werkzeugober und-unterteil. Die Elektromobilität bringt neue Anforderungen auch für den Werkzeugbau.
Ein Werkzeugmacher bei der Endkontrolle vor dem Zusammensetzen von Werkzeugober und-unterteil. Die Elektromobilität bringt neue Anforderungen auch für den Werkzeugbau.
(Foto: Aweba)

Die Aweba Werkzeugbau GmbH Aue hat sich seit vielen Jahren auf Werkzeuge im Bereich Powertrain spezialisiert, insbesondere auf die Werkzeuge zur Herstellung hochpräziser Getriebe-, Fahrwerks- und Motorkomponenten. Mit über 400 Mitarbeitern und einem Hightech-Maschinenpark ist das Unternehmen wohl auch eines der größten konzernunabhängigen Unternehmen dieser Art in Europa. „Aweba hat sich von Anfang an in die Entwicklung von Hybrid- und Elektrofahrzeugen eingebracht und zwar nicht nur für werkzeugtechnische Lösungen im Bereich Powertrain, sondern auch in der Batterietechnologie sowie bei der Herstellung von Elektromotoren. Unsere drei strategischen Geschäftseinheiten Umformtechnik, Druckguss und Schneidwerkzeuge arbeiten dabei eng mit den Partnern aus der Automobilindustrie zusammen“, sagt Udo Binder, Geschäftsführer der Aweba Werkzeugbau.

Entwicklungsengagement und Amortisationszeiten

Dabei ist man sich in der Aweba-Geschäftsleitung der Tatsache bewusst, dass das Entwicklungsengagement nicht unbedingt mit kurzen Amortisationszeiten einhergeht. Noch liegt der Marktanteil von Elektro- und Hybridfahrzeugen weltweit auf homöopathischem Niveau, noch konkurrieren unterschiedliche Antriebskonzepte vom seriellen über den parallelen bis hin zum leistungsverzweigten Hybrid und noch führen permanente Verbesserungen und eine unglaubliche Variantenvielfalt zu ständigen Änderungen an Werkzeugen und Formen.

Udo Binder, Geschäftsführer der Aweba Werkzeugbau: „Unsere drei strategischen GeschäftseinheitenUmformtechnik, Druckguss und Schneidwerkzeuge arbeiten dabei eng mit den Partnern aus derAutomobilindustrie zusammen.“
Udo Binder, Geschäftsführer der Aweba Werkzeugbau: „Unsere drei strategischen GeschäftseinheitenUmformtechnik, Druckguss und Schneidwerkzeuge arbeiten dabei eng mit den Partnern aus derAutomobilindustrie zusammen.“
(Foto: Aweba)

Kein leichtes Geschäft also – und doch ist man bei Aweba überzeugt: „Die Zukunft gehört den Elektroantrieben, auch wenn wir uns die nächsten zehn bis zwanzig Jahre sicherlich überwiegend mit Verbrennungsmotoren und als Übergangstechnologie mit hybriden Antriebskonzepten beschäftigen werden. Wer in Sachen E-Mobilität die Zukunft verschläft, verspielt die Wettbewerbsfähigkeit seines Unternehmens“, sagt Binder.

Studie: Umsatzplus für Hybridfahrzeuge

Zu einer ähnlichen Einschätzung kommt auch eine McKinsey-Studie, die für Hybridfahrzeuge bis zum Jahr 2020 ein signifikantes Umsatzplus und einen weltweiten Marktanteil zwischen 16 und 24 Prozent in Abhängigkeit des Ölpreises prognostiziert. Das entspricht einem geschätzten Umsatzvolumen von mindestens 270 Milliarden Euro – mit jährlich steigender Tendenz.

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