Anbieter zum Thema
Elektroantrieb und Leichtbau
Wie stark Elektroantriebe den Automobilbau verändern, erleben die Werkzeugbauer täglich. Ein Beispiel ist der Leichtbau: Das Thema, das die OEMs schon seit vielen Jahren beschäftigt, bekommt in Elektrofahrzeugen durch die direkte Proportionalität von Fahrzeugmasse und Reichweite plötzlich eine völlig neue Dimension. „Gerade liefern wir komplexe Umformwerkzeuge für Fahrwerkskomponenten aus hochfestem Aluminium an einen renommierten Automobilzulieferer. Pro Fahrzeug sinkt dadurch das Gewicht um über acht Kilogramm. In der Entwicklung und Herstellung dieser Umformwerkzeuge steckt jede Menge Know-how: „Für die Laserschweißprozesse während des Zusammenbaus beim Kunden müssen die Umformteile Höchstpräzision aufweisen. Nur durch die empirische Erarbeitung der Parameter für die Umformsimulation und Methodenplanung des neuartigen Werkstoffes konnte diese Genauigkeit unter 0,1 Millimeter über große Bauteilbereiche erreicht werden“, erklärt Binder.
Elektromotorische Klimaantriebe
Selbst die Klimatisierung muss bei bei Fahrzeugen mit Elektroantrieb oder mit Start-Stopp-Automatik anders bedacht werden: Steht das Fahrzeug, schaltet der Motor ab, und der Klimakompressor verliert seinen Antrieb. Das kann bei hohen Außentemperaturen und längeren Staus unangenehm sein. Deshalb stellen die ersten Premiumhersteller nun ihre Klimakompressoren auf elektromotorische Antriebe um. Aweba hat bereits die ersten Druckgießwerkzeuge für die neue Generation von Klimakompressoren ausgeliefert.

Wie breit man beim Thema E-Mobilität aufgestellt ist, unterstreicht ein aktuelles Gemeinschaftsprojekt mit Thyssen Krupp Engineering, dem Fraunhofer Institut und KMS. Im Fokus stehen neue Fertigungstechnologien zur effizienteren Herstellung von Lithium-Ionen Batterien, denn noch immer ist die Batterietechnik der Bremsklotz bei der weiteren Verbreitung von Fahrzeugen mit Hybrid- oder Elektroantrieb. „In der neuen Generation der Lithium-Ionen-Batterien kommen ultrafeine Kupfer- und Aluminiumfolien zum Einsatz, die gerade einmal 0,02 Millimeter stark sind. Um Folien mit derart minimalen Materialstärken teilen zu können, bedarf es hochpräziser Hightech-Schneidwerkzeuge mit einem Schneidspalt im µ-Bereich.
E-Mobilität und Schneidwerkzeuge
Neben solchen Forschungsprojekten ist das Thema E-Mobilität längst im Geschäftsbereich Schneidwerkzeuge angekommen. So liefern die Aweba-Spezialisten einerseits Präzisionswerkzeuge für die Herstellung von Rotor-/Statorblechen für Elektromotoren von Hybridfahrzeugen an diverse Kunden weltweit. Andererseits präferieren Kunden aufgrund der noch geringen Abrufmengen in manchen Fällen eine Teileversorgung direkt durch Aweba. In diesen Fällen übernehmen die Werkzeugbauer die komplette Teileherstellung samt Qualitätssicherung für den Kunden.
Ein Werkzeug präsentierte das Unternehmen jüngst: Es handelt sich dabei um ein zweireihiges Folgeschneidwerkzeug mit Aktivteilen aus Hartmetall. Es kann bei 350 Hüben pro Minute bis zu 600 Millionen Rotoren und Statoren produzieren – und bricht so Lifetime-Rekorde.
(ID:36080690)