Autonomes Fahren Frisches Geld für Wayve von Autoherstellern

Von Berit Klotz 2 min Lesedauer

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Das britische Start-up Wayve hat 1,2 Milliarden US-Dollar eingesammelt. Zu den Investoren gehören drei Autohersteller. Uber will ab 2026 Robotaxis mit Wayve-Software betreiben.

Wayve entwickelt eine Software-Plattform für Assistenzsysteme. Das Start-up hat nun frisches Kapital gesammelt – auch aus der Autoindustrie.(Bild:  Wayve)
Wayve entwickelt eine Software-Plattform für Assistenzsysteme. Das Start-up hat nun frisches Kapital gesammelt – auch aus der Autoindustrie.
(Bild: Wayve)

Wayve hat in einer Serie-D-Finanzierungsrunde 1,2 Milliarden US-Dollar eingesammelt. Die Bewertung nach der Transaktion liegt bei 8,6 Milliarden US-Dollar, wie das Unternehmen mitteilt. Die Finanzierung soll den Übergang von der KI-Forschung zur kommerziellen Serieneinführung der End-to-End-KI-Plattform beschleunigen.

Die Runde wurde von Eclipse, Balderton und Softbank Vision Fund 2 angeführt. Zu den neuen Investoren zählen Ontario Teachers' Pension Plan, Baillie Gifford, British Business Bank, Icehouse Ventures und Schroders Capital.

Microsoft, Nvidia und Uber beteiligten sich ebenfalls an der Runde. Zudem investierten die Automobilhersteller Mercedes-Benz, Nissan und Stellantis – als Unterstützung für Wayves einheitliche KI-Plattform, die Level 2+ („hands off“) bis Level 3/4 automatisiertes Fahren („eyes off“) über verschiedene Fahrzeuge, Marken und Märkte hinweg ermöglichen soll.

Robotaxi-Einsatz mit Uber

Uber hat sich an der Serie D beteiligt und zusätzliches Kapital zugesagt, um den mehrjährigen Einsatz von Wayve-betriebenen Robotaxis im Uber-Netzwerk zu unterstützen. Die Unternehmen planen, bis zu zehn Märkte weltweit zu erschließen. Der erste Dienst soll im Jahr 2026 in London starten, gefolgt von einem breiteren internationalen Rollout.

Im Rahmen der Partnerschaft wird Wayve seinen „AI Driver“ in Level-4-fähigen Fahrzeugen teilnehmender Automobilhersteller einsetzen. Uber wird die Flotte besitzen und betreiben.

Nissan plant Serieneinsatz ab 2027

Ab 2027 sollen Kunden Pkws mit Wayves Software kaufen können – zunächst mit Level-2+-Funktionen, bei der das Fahrzeug unter Fahreraufsicht lenken, navigieren und auf den Verkehr reagieren kann.

Wayve lizenziert seinen AI Driver direkt an Automobilhersteller und stellt Werkzeuge bereit, um Fahrmodelle für bestimmte Fahrzeuge und Marken anzupassen. Das System läuft vollständig auf bordeigener Fahrzeugrechnerleistung und eingebetteten Sensoren. Es benötige keine hochauflösenden Karten oder standortspezifisches Engineering.

Nissan hat 2025 eine verbindliche Produktionspartnerschaft mit Wayve unterzeichnet, um den AI Driver in die nächste Generation des Pro-Pilot-Assistenzsystems zu integrieren. Die ersten in Serie produzierten Fahrzeuge werden laut Unternehmen ab dem Geschäftsjahr 2027 in Japan und anderen globalen Märkten erwartet.

Wayve wurde 2017 gegründet und hat seinen Sitz in Großbritannien. Das Unternehmen entwickelt End-to-End-KI-Software, die es Fahrzeugen ermöglicht, komplexe reale Umgebungen zu lernen, wahrzunehmen, zu verstehen und zu navigieren – ohne stadtspezifische Feinabstimmung vor dem Einsatz (sog. Zero-Shot-Fahren).

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