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Ipetronik Neue Klima-Akustikkammer

| Redakteur: Bernd Otterbach

Der Anbieter von mobiler Messtechnik Ipetronik hatin seinem Technologiezentrum in Baden-Baden eine neue Klima-Akustikkammer in Betrieb genommen.

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Fahrzeughersteller stehen zunehmend unter dem Druck, möglichst emissionsarme, sparsame Fahrzeuge herzustellen, die zugleich langlebiger und leistungsstärker sein sollen. Dabei erfordern insbesondere Elektro- und Hybrid-Antriebe neuartige Erprobungen mit vielen Veränderungen hinsichtlich Klimatisierung und Akustik. Um die Automobilindustrie in diesem Umfeld mit modernsten Test- und Prüfeinrichtungen und entsprechenden Ingenieurdienstleistungen zu unterstützen, hat Ipetronik eine neue Klima-Akustikkammer aufgebaut,

Die Klima-Akustikkammer kann als Prüfstand fürs komplette Fahrzeug alle Klima-Zonen simulieren. Dabei können Klimaanlage und Heizung eines Fahrzeugs unter allen typischen Kundenbedingungen getestet werden. Dies geschieht sowohl hinsichtlich ihrer Primärfunktion als auch etwaiger akustischer Auffälligkeiten.

Erfassung aller für Klima und NVH relevanten Größen

Die Klima-Akustikkammer erlaube zusammen mit ihrer umfangreichen messtechnischen Peripherie die Erfassung aller hinsichtlich Klima und NVH (Noise, Vibration & Harshness) relevanten Größen, teilte Ipetronik mit. Durch eine Vielzahl geeigneter Sensoren lassen sich neben Drücken und Temperaturen unter anderem Luft- und Körperschall, die Pulsation in Leitungen des Klimasystems sowie Betriebsparameter des Fahrzeugs messen. Neben der eigentlichen Messung bietet Ipetronik auch die detaillierte Analyse aller Klima- und Akustik-Messdaten an. Durch geeignete Dokumentation und Ablage der Roh-Messdaten wird die Rückverfolgbarkeit durchgeführter Messungen sowie deren erweitere Nutzung für spätere Analysen oder Vergleiche unterstützt.

Messungen in einem Temperaturbereich von -20 bis 50 °C

Die neu installierte Klima-Akustikkammer verfügt über einen nutzbaren Messraum von 7,0 m x 4,0 m x 4,0 m (L x B x H). Sie deckt einen Temperaturbereich von –20 bis 50 °C ab, wobei im Temperaturbereich 10 bis 50 °C die Luftfeuchtigkeit von 20 bis 70% relativer Feuchte konditioniert werden kann. Die Sonnenlast lässt sich mittels Infrarot mit einer Strahlungsleistung bis 1.200 W/m2 simulieren, dies ist auch bei Minusgraden nutzbar. Der Umluft-Volumenstrom kann bis 23.100 m3/h geregelt und Akustikmessungen können bis 10.000 m3/h durchgeführt werden. Die Abgas-Absaugung der Kammer erzeugt ein minimales Nebengeräusch und bietet eine Sonderkonfiguration zur Akustik-Messung von Standheizungen. Ausgestattet ist die Klima-Akustikkammer mit modernster Messtechnik, unter anderem für Luftschall (auch Kunstkopf), Körperschall, Temperaturen, Drücke, Druckpulsation und CAN-Bus.

Eine der modernsten Klima-Akustikkammern

„Wir haben hat in den letzten Jahren eine starke Nachfrage im Bereich Entwicklungs- und Ingenieurdienstleistungen erfahren. Dabei liegen die Schwerpunkte unter anderem bei der Entwicklung von Systemen für Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge“, so Andreas Wocke, Geschäftsführer der Ipetronik. „Um unsere Kunden bei den immer komplexer werdenden Messaufgaben zu unterstützen, haben wir diese neue Klima-Akustikkammer in Betrieb genommen, die zu den modernsten ihrer Art in der europäischen Automobilindustrie zählt.“

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