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Conti Neue Kraftstoffpumpe geht 2013 in Serie

| Redakteur: Bernd Otterbach

Conti bringt die nächste Generation seiner bedarfsgerechten Kraftstoffpumpe in die Großserie. Die neue Pumpen werden von einer Regelelektronik gesteuert, die innerhalb des Flansches der Fördereinheit untergebracht ist.

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Weil die Pumpe nur soviel Kraftstoff zum Motor befördere, wie es der aktuelle Betriebszustand erfordere, lasse sich ein Großteil der dafür nötigen elektrischen Energie einsparen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Regensburg mit.

Durch die Regelung werde 60 bis 70 Prozent der elektrischen Energie im Vergleich zur konventionellen Konstantförderung eingespart, so Conti weiter. Bei einem 1,8-Liter-Motor führe dies zu einer CO2-Einsparung von 1,5 bis 2 Gramm pro Kilometer. “Das Einsparpotenzial von zwei Dritteln der elektrischen Pumpenenergie zeigt, welchen Beitrag eine zeitgemäße bedarfsgeregelte Kraftstoffförderung leisten kann“, sagte Dr. Markus Distelhoff, Leiter der Continental Powertrain Business Unit Fuel Supply.

In der Pumpe können zudem verschleißarme bürstenlose Motoren eingesetzt werden; damit soll sich die Lebensdauer dieser Pumpe erhöhen. Auch die Nutzung berührungsfreier Sensortechniken zur Füllstandsmessung im Tank, eine Selbstdiagnose der Pumpe sowie eine wirtschaftliche Lösung zur Erkennung von Leckagen lassen sich laut Conti in die Elektronik einbinden.

Bessere elektro-magnetischen Verträglichkeit

Bisher war die Regelelektronik ein separates Modul, das außerhalb des Tanks untergebracht war. Jetzt wird die Elektronik im Flansch der Förderheit integriert, welche als komplettes Modul in den Kraftstofftank montiert wird. Die kurze elektrische Verbindung zwischen Kraftstoffpumpe und Leistungselektronik in einem Bauteil innerhalb des Sicherheitsbereichs Kraftstofftanks führe zu einer deutlich verbesserten elektro-magnetischen Verträglichkeit (EMV), so der Automobilzulieferer weiter.

Die Vorteile bürstenloser Kraftstoffpumpen kombiniert mit der flanschintegrierten Elektronik haben laut Conti Powertrain das Interesse der OEMs geweckt. Der erste Großserienauftrag für Diesel- und Otto-Motoren läuft 2013 an.

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