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Continental Neuer Ausweichassistent

| Redakteur: Bernd Otterbach

Continental entwickelt einen neuartigen Ausweichassistenten. Das System soll schon vor einem plötzlichen Spurwechsel das Auto stabilisieren und es für ein plötzliches Manöver vorbereiten.

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In Verbindung mit Fahrwerkssystemen, elektrischer Lenkung, Rad- und Radarsensoren sollen damit plötzliche Hindernisse sicherer umfahren werden können. Das System befinde sich noch in der Testphase, werde aber in zwei bis drei Jahren serienreif sein, teilte der Automobilzulieferer mit.

Die schon heute gängigen elektronischen Helfer wie intelligenter Tempomat mit Abstandswarner, Traktionskontrolle und Notbremssystem sollen mit dem neuen Emergency Steer Assist (ESA) vernetzt werden. Die Daten setzen sich aus einer Vielzahl von Infos, die während der Fahrt durch installierte Sensoren und Kameras gesammelt werden, zusammen. So wird zum Beispiel das Fahrzeugumfeld permanent beobachtet und ausgewertet. Bei einem drohenden Zusammenstoß wird das Fahrzeug für eine Vollbremsung und ein Ausweichmanöver vorbereitet. Das kann, je nach Situation, durch ein gezieltes, frühes automatisches Anbremsen der einzelnen Räder geschehen, um das Fahrzeug rechtzeitig zu stabilisieren und in der Spur zu halten.

Dennoch soll der Fahrer immer die letzte Entscheidung haben, ob er ausweichen oder eine Vollbremsung machen will. Entscheidet sich der Pilot für ein Ausweichmanöver, errechnet das System in wenigen Millisekunden, wie der optimale Vorgang aussehen könnte. Die Lenkbewegung muss möglichst ruckfrei und harmonisch eingeleitet werden, damit sich das Fahrzeug nicht aufschaukelt und die optimale Traktion behält. Sollte der Fahrer nicht stark genug ins Lenkrad eingreifen, hilft die Elektronik über die elektronische Servounterstützung nach, um so die beste und vor allem sicherste Lenkbewegung zu erzielen.

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