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Mit Heckantrieb PKW-Komfort
Auf guten Straßen erweist sich der Allradantrieb indes eher als hinderlich, dann schwindet auf engen Kurven das Fahrvergnügen spürbar, der Wagen tut sich mit vier angetriebenen Rädern dort eher schwer. Mit alleine angetriebenen Hinterrädern hingegen fährt er sich wie ein ganz normaler Pkw, bietet sogar guten Komfort und lässt sich dank seiner elektrischen Servolenkung mit spielerischer Leichtigkeit manövrieren. Das Gestühl in den drei erhältlichen Kabinen-Varianten (Einzel-Kabine mit zwei Türen und zwei Sitzen, Extra-Kabine mit zwei Doppelflügeltüren und 2+2-Stzen oder Doppel-Kabine mit fünf Sitzen) ist bequem und bietet eine satte Auflagefläche für die Oberschenkel. Als Ausstattungs-Versionen sind (von bescheiden bis üppig) XL, XLT, Limited und Wildtrak möglich.
Nur Dieselmotoren zur Wahl
Drei Dieselmotoren warten auf den Einbau unter der Fronthaube: entweder ein 2,2 Liter großer Reihen-Vierzylinder Turbodiesel mit 96 kW (/ 130 PS oder 118 kW / 160 PS sowie ein 3,2 Liter großer Reihen-Fünf-Zylinder-Turbodiesel mit 147 kW / 200 PS. Die Basis bietet ein Sechs-Gang-Schaltgetriebe, bei den zwei leistungsstärksten Aggregaten steht alternativ eine Sechs-Gang-Automatik zur Verfügung. Der Einstiegspreis für das am bescheidensten ausgestattete Modell beginnt bei 27.846 Euro und geht bis 41.500 Euro für die exklusivste Variante Wildtrak (Preise inkl. Mehrwertsteuer).
Wildtrak exklusivste Ausstattung
Darüber hinaus gibt es aus dem Ford-Regal eine Reihe von zusätzlichen Wunschausstattungen wie zum Beispiel eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage im Paket mit elektrisch anklappbaren Außenspiegeln, einstellbarem Geschwindigkeitsbegrenzer, Fahrspurassistenten und Verkehrsschild-Erkennungssystem für 975,80 Euro oder ein abschließbares Laderaumrollo für 1.904 Euro. Das teuerste, sprachgesteuerte Audiosystem inklusive Navi mit Touchscreen schlägt mit 1.219,75 Euro zu Buche. Allerdings sind – bis auf die Asketen-Variante XL – die serienmäßigen Einbauten ansehnlich. Bereits die nächst höhere Version XLT bietet etwa Audio-System, Tempomat und Klimaanlage, einen Schritt höher Klimaautomatik und beheizbare Vordersitze, und beim Wildtrak bleiben kaum noch Wünsche offen. Laut Prognose aus dem Marketing entscheiden sich ohnehin fast zwei Drittel der Kunden und Kundinnen für die bärenstarke Variante.
3,5 Tonnen Anhängelast
Noch kommt der Löwenanteil der Ranger-Kundschaft aus dem Gewerbe und setzt sich zum Beispiel aus Gartenbaubetrieben, Bauunternehmen oder Kunden aus der Forstwirtschaft zusammen. Privatleute leisten sich die Anschaffung des als Lkw eingestuften Fahrzeugs meist als Zugpferd für größere Lasten wie Boote, Pferdeanhänger oder Segelflugzeuge. Immerhin verträgt das Auto bis zu 3,5 Tonnen Anhängelast. Dafür nehmen sie auch die Lkw-Klassifizierung in Kauf, die einen häufigeren Besuch bei TÜV vorschreibt. Die Finanzbehörden hingegen stört das wenig, sie behandeln den Ford Ranger in puncto Kfz-Steuer Pkw-mäßig, weil das mehr als bei einem Lkw einbringt.
Zukünftig soll auch bei Leuten das Interesse geweckt werden, die den Besitz eines SUV als unverzichtbar für den eigenen Lebensstil zählt und die Wert auf ein Naturburschen-Image legen. Ein insbesondere für sie gedachtes Detail ist im Zubehörkatalog für 809 Euro bereits vorhanden: Der werksintern als „Elefantenrüssel“ bezeichnete Luftansaugschnorchel Ironman 4x4, der sich wie der Schnorchel eines Tauchers seitlich an der Kabine in die Höhe reckt und den Eindruck vermittelt, der Ford Ranger sei weder durch Stock und Stein noch durch tiefe Gewässer aus der Ruhe zu bringen.
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