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Neue Modelle Neuer Ford Ranger: Naturbursche für die Wildnis

| Autor / Redakteur: Ampnet / Wolfgang Sievernich

Der neue Pickup verfügt über echte Offroad-Qualitäten und soll seine bisherige Spitzenposition im Segment verteidigen. Mit 3,5 Tonnen Anhängelast fährt er sich dennoch wie ein PKW.

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Der neue Ford Ranger ist mehr als nur schöner Schein. Der neue Pickup verfügt über echte Offroad-Eigenschaften, kann aber auch wie ein PKW gefahren werden.
Der neue Ford Ranger ist mehr als nur schöner Schein. Der neue Pickup verfügt über echte Offroad-Eigenschaften, kann aber auch wie ein PKW gefahren werden.
(Foto: Ford)

Auf dem Hamburger Jungfernstieg wäre dieses Fahrzeug trotz des dortigen Überangebots an Geländewagen fehl am Platz. Auch auf der Königsallee in Düsseldorf würde es sich ebenso wenig wohlfühlen wie auf dem Kurfürstendamm in Berlin. „Der Ford Ranger“, so lautet die treffende Analyse von Gregor Boeker, in der Ford-Service Organisation Spezialist für dieses Auto, „verlangt nach einer artgerechten Haltung.“ Und die liegt zweifellos vornehmlich abseits geteerter Straßen. Erst im Gelände zeigt der mit Hinterrad- und zuschaltbarem Allradantrieb ausgestattete Wagen so richtig, wo seine wahren Talente liegen, wenn auch sein Weg zum Lifestyle-Fortbewegungsmittel nur mehr eine Frage der Zeit sein dürfte.

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Bislang auf Platz eins im Segment

Rund 24.300 Exemplare seines Pick-ups (englisch für „mitnehmen“) verkaufte Ford im vergangenen Jahr auf den 20 wichtigsten europäischen Märkten, in denen das Unternehmen mit eigenen Vertriebsorganisationen vertreten ist und schaffte damit den Sprung auf Platz eins in diesem Segment. Der Zuwachs gegenüber 2014 betrug sage und schreibe mehr als ein Viertel. Auch in Deutschland, wo Autos seiner Gattung in der Vergangenheit ein eher kümmerliches Dasein fristeten, fuhr der bullige Ford Ranger mit etwa 5.700 neu ausgelieferten Wagen auf die Pole Position. Jetzt präsentierte Ford eine erneuerte Modellgeneration mit einer Reihe von Designänderungen, einer breiten Palette serienmäßig eingebauter oder optionaler Techniken und verbesserten, gegenüber ihren Vorläufern vor allem sparsameren Motoren, die schon jetzt zu ordern und in Kürze erhältlich sind.

Sehr gute Offroad-Eigenschaften

Damit die Schar neugieriger Motorjournalisten sich aus möglichst kundiger Quelle über die Fähigkeiten des robusten Off-Road-Spezialisten schlau machen konnten, hatte Ford den ehemaligen Rallye-Europameister Armin Schwarz eigens aus den USA einfliegen lassen, der dort seit etwa zehn Jahren unter anderem Wüstenrennen bestreitet. Für Schwarz war es selbstverständlich ein Leichtes zu zeigen, dass dem Ford Ranger im Gelände weit mehr zuzutrauen ist, als sich die meisten Fahrer mit normaler Begabung am Steuer erlauben: „Dieses Auto ist eine eierlegende Wollmilchsau.“ Will sagen: Es kann in der Wildnis so ziemlich alles. Kaum ein Hindernis stellt das Fahrzeug dank seiner Bodenfreiheit von fast einem Viertelmeter vor ernsthafte Probleme, auch Flussläufe nicht, wenn deren Tiefe nicht mehr als 80 Zentimeter beträgt.

Optional mit Sperrdifferenzial

Je nach Schwierigkeit und Anforderungen der Landschaft lässt sich sogar während der Fahrt bis zu einem Tempo von 120 km/h mittels Drehknopf auf der Mittelkonsole von Heck- auf Vierradantrieb umschalten. Wird es einmal besonders extrem, erlaubt der Knopf einen Wechsel in die „4L“-Untersetzung, die das optional erhältliche hintere Differenzial sperrt und die Traktion verbessert. Ein Berganfahr-Assistent verhindert das Zurückrollen am Berg sowohl im Vorwärts- als auch im Rückwärtsgang. Für das Gegenteil ist eine Bergabfahrkontrolle zuständig, die beim Abstieg über besonders steile Rampen das Tempo reduziert, wobei der Mensch am Lenkrad seinen Fuß vom Brems- und Gaspedal fernhalten sollte. Nötiges regelt das Auto von selbst damit es nicht ins Rutschen kommt.

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