Batteriezellproduktion Northvolt stellt Produktion in Hauptwerk ein

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Northvolt stellt die Batteriezellproduktion in seinem schwedischen Hauptwerk ein. Der einzige verbliebene Kunde ist abgesprungen.

Northvolt wird die Produktion im schwedischen Werk Ett vollständig einstellen.(Bild:  Northvolt)
Northvolt wird die Produktion im schwedischen Werk Ett vollständig einstellen.
(Bild: Northvolt)

Northvolt stellt die Produktion am Hauptsitz in Skelleftea vollständig ein. Bis zuletzt habe man die Batteriezellenproduktion in Skellefteå noch mit begrenzter Beschäftigtenzahl und unterstützt vom einzigen bestehenden Kunden Scania fortführen können, teilte der Insolvenzverwalter mit. Dies sei jedoch langfristig nicht tragfähig. Daher werde die Produktion im Werk Northvolt Ett schrittweise heruntergefahren. Ziel sei es, sie bis zum 30. Juni einzustellen. Es werde weiterhin nach einem Käufer gesucht. Eine realistische Aussicht auf eine zeitnahe Übernahme von Northvolt Ett gebe es jedoch nicht.

Scania war einziger verbliebener Kunde

Kurz zuvor hatte das schwedische Radio berichtet, dass Scania aus der VW-Nutzfahrzeugholding Traton aus wirtschaftlichen Gründen plant, keine Batterien mehr bei Northvolt zu kaufen. Nach unbestätigten Angaben des Rundfunksenders SVT will sich der Lkw-Hersteller seine Batterien künftig vom chinesischen Hersteller CATL besorgen. Ohne Scania hätte Northvolt keine Kunden mehr. Northvolt hatte am 12. März in Schweden Insolvenz angemeldet. Dank Scania konnte der Betrieb in Skellefteå noch im stark begrenzten Maße fortgesetzt werden. Nach SVT-Angaben arbeiten dort derzeit noch etwa 900 Menschen im Werk.

Sprecher: Keine Konsequenzen für Standort Heide

Weiter offen bleibt die Zukunft der im Bau befindlichen Northvolt-Fabrik bei Heide in Schleswig-Holstein. Die deutsche Projektgesellschaft ist früheren Angaben zufolge nicht direkt von der Insolvenz betroffen. Auch nach dem neuen Bescheid des Insolvenzverwalters sagte ein deutscher Northvolt-Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, dass die Einstellung der Produktion in Skellefteå keine Konsequenzen für den Standort Heide habe. Andere Northvolt-Geschäftsbereiche sind zuletzt bereits verkauft worden, darunter ein Werk im polnischen Danzig, das von Scania übernommen wird. Laut des Insolvenzverwalters gibt es auch für andere Bereiche der Unternehmensgruppe Interessenten und potenzielle Käufer.

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