Ladeinfrastruktur Volkswagen rollt V2G-Laden für Privatkunden aus

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

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Privatkunden von Volkswagen sollen ab Herbst 2026 mit ihren E-Autos bidirektional laden können. Im Idealfall verdient das eigene Auto Geld.

Volkswagen will das bidirektionale Laden für seine Kundinnen und Kunden vollständig in seine E-Fahrzeuge integrieren.(Bild:  Volkswagen)
Volkswagen will das bidirektionale Laden für seine Kundinnen und Kunden vollständig in seine E-Fahrzeuge integrieren.
(Bild: Volkswagen)

Volkswagen will ab dem Herbst 2026 bidirektionales Laden für seine Kundinnen und Kunden anbieten. Dafür bereitet der Autohersteller gemeinsam mit der Energietochter Elli den Marktstart eines vollständig integrierten Vehicle-to-Grid-Angebots, V2G, für Privatkunden in Deutschland vor. Wer das Angebot nutzen will, kann sich ab Juni 2026 dafür registrieren. Weitere europäische Länder wollen die Unternehmen nach und nach einbinden.

Geld verdienen mit dem E-Auto

Für Nutzer entsteht damit ein neues Angebot: Elektrofahrzeuge können zur Einnahmequelle werden. Das Potenzial im Markt wird laut Volkswagen allgemein auf im besten Fall 700 bis 900 Euro jährlich geschätzt. Kundinnen und Kunden erhalten eine Vergütung dafür, dass sie ihre Fahrzeugbatterie für den Energiehandel bereitstellen. Die Vergütung erfolgt unabhängig vom Handelserfolg und richtet sich laut Volkswagen nach der gewählten Flexibilität beim Laden.

So sollen die Gesamtkosten der Mobilität schrittweise sinken – perspektivisch nennt Volkswagen „nahezu kostenneutrales Laden“. Die Nutzer sollen zudem davon profitieren, alle notwendigen Komponenten aus einer Hand zu erhalten: dynamischen Stromtarif, DC-bidirektionale Wallbox, Smart Meter und App.

Drastisch geringere Systemkosten

Vehicle-to-Grid bietet zusätzlich erhebliche gesamtwirtschaftliche Potenziale. Studien zufolge kann Europa bis zum Jahr 2040 jährlich rund 22 Milliarden Euro Systemkosten sparen. In Deutschland wurden laut Volkswagen zuletzt circa 9.500 Gigawattstunden erneuerbare Energien abgeregelt. Damit hätten rund drei Millionen Elektrofahrzeuge ein Jahr lang betrieben werden können.

Das V2G-Angebot basiert auf der MEB-Plattform. Heute sind laut VW bereits rund eine Million Fahrzeuge in Europa technisch für bidirektionales Laden vorbereitet. Mit der kommenden ID-Softwareversion 6 erweitert Volkswagen die Funktion auf weitere Batteriegrößen.

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