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Fahrbericht

Opel Astra 1,6 CDTI: Neues Kräfteverhältnis

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Geringer Verbrauch bei guten Fahrleistungen

Kommen wir zum Fahrverhalten: Das größte Plus ist das neue Getriebe. Im Vergleich zum Kleinwagen Corsa oder der Mittelklasse Insignia verfügt der Astra über ein sehr gut zu schaltendes Sechsgang-Getriebe. Leicht, zielsicher und knackig lassen sich die Gänge einlegen, ein echter Fortschritt im Vergleich zu älteren Modellen. Der 110 PS Euro-6-Dieselmotor gefällt durch guten Durchzug und bei aller Spurtstärke auch noch mit einem überraschend niedrigen Verbrauch von 4,6 Litern auf 100 Kilometern. Der Prüfstandswert nach NEFZ-Norm liegt bei 3,4 Litern und war selbst bei vorausschauender Fahrweise nicht erreichbar. Sein maximales Drehmoment von 300 Newtonmeter erreicht der Rüsselsheimer schon ab 1.750 Umdrehungen pro Minute; die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 195 Stundenkilometern, von null auf 100 Stundenkilometer vergehen elf Sekunden. Das Fahrwerk ist sowohl auf Komfort als auch auf eine gewisse Sportlichkeit ausgelegt – Motor und Fahrwerk korrelieren optimal miteinander.

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Abstriche beim serienmäßigen Halogenlicht

Gibt es überhaupt Minuspunkte? Ja, das serienmäßig verbaute Halogenlicht missfällt durch ein schwaches Abblendlicht; hier dürfte das von Opel beworbene Matrix-LED-Licht sicher für Abhilfe sorgen, deren Erfahrung uns beim Testwagen aber verwehrt blieb. Ebenfalls auffällig unübersichtlich ist die Rückansicht: Die C-Säule verdeckt den Blick auf die hinteren Ecken, die kleine Rückscheibe hilft ebenfalls kaum zu einer besseren Übersichtlichkeit bei. Die stattdessen verbaute Heckkamera mit Monitor im Zentraldisplay könnte theoretisch Abhilfe schaffen, ist aber gleich am Nummernschild verbaut und verschmutzt schon auf den ersten Metern unserer Wintertestfahrt. Die heute überall verbauten Parksensoren sollten in engen Parklücken helfen Ecken, Kanten und Wände zu erfassen, piepen aber sowohl im Vorwärts- und Rückwärtsgang und selbst im Leerlauf so laut, dass man irgendwann den Überblick verliert wo es wirklich eng werden könnte. Hier wäre weniger mehr.

Fazit

Der Opel Astra in der Modellgeneration K ist ein echter Fortschritt. Elektronisch vernetzt hat er sogar das Zeug dem VW Golf in Siebenmeilen-Stiefeln nahe zu kommen. Motor, Fahrwerk und Getriebe sind gelungen. Abstriche erhält die Beleuchtung und die durch die coupéhafte Erscheinung schlechte Übersicht nach hinten. Ein Meisterstück ist Opel sicherlich mit dem IntelliLink-Infotainment-System gelungen, das in Sachen Konnektivität und Bedienung ganz weit vorne liegt. In der Ausstattungsstufe Selection kostet der Astra 1,6 CDTI mit Start/Stop ab 21.560 Euro.

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