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Paris 2012 Porsche Panamera Sport Turismo: Hybrid im Shooting-Brake-Gewand

| Redakteur: Christian Otto

Neues Heck und stärkerer Hybrid: Porsche zeigt in Paris einen Panamera, der optisch wie antriebstechnisch überzeugen soll. Das Konzeptfahrzeug ist vor allem aber eine Geschmacksprobe von dem, was der Sportwagenbauer zukünftig bieten möchte.

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Der Porsche Panamera Sport Turismo ist ein Blick in die Zukunft des Sportwagenbauers: neueste Hybridtechnik im trendigen Shooting-Brake-Gewand.
Der Porsche Panamera Sport Turismo ist ein Blick in die Zukunft des Sportwagenbauers: neueste Hybridtechnik im trendigen Shooting-Brake-Gewand.
(Porsche)

Das ist Porsches Blick in die Zukunft: Die Studie Panamera Sport Turismo ist nicht nur ein Shooting Brake sondern besitzt auch einen Hybridantrieb. Auf dem Autosalon in Paris stellten die Zuffenhausener nun das 4,95 Meter lange Panamera Sport Turismo vor. Auffällig ist natürlich die große Heckklappe, die das knackige Ende des Autos beschließt. Das Konzeptfahrzeug geizt nicht mit Leistung: 306 kW / 416 PS sind in der Spitzen abrufbar. Trotzdem soll der Bolide auch rein elektrisch eine Geschwindigkeit von bis zu 130 km/h erreichen. Eine Reichweite von über 30 Kilometer sei damit möglich und auch beim Thema Verbrauch punktet das Konzept: Mit 3,5 Liter auf 100 Kilometer bei einer CO2-Emissionen von unter 82 Gramm pro Kilometer wäre der Sport Turismo sehr sparsam.

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Optisch auffällig ist die an den Seiten glatte Karosserie. Porsche verzichtet bei der Studie auf konventionellen Außenspiegel und setzt ganz futuristisch auf zwei Kameras in den seitlichen Luftauslässen. Die Bilder bekommt der Fahrer auf einem Display im Cockpit angezeigt. Einzig der Schriftzug „e-hybrid“, der auf das das Antriebskonzept hinweist, weicht vom makellosen Profil ab.

Für einen Shooting Brake charakteristisch ist das Heck, das im Vergleich zum Serien-Panamera völlig neu designt ist. Bei der Form legten die Verantwortlichen Wert auf Dreidimensionalität: Sowohl die Heckleuchten in LED-Technik als auch das Heckleuchtenband mit dem Schriftzug sind so geformt. Ein adaptiver Carbon-Heckspoiler rundet die Heckansicht ab. Er bildet den Dachabschluss und sorgt neben dem sportlichen Look auch für einen verbesserten Abtrieb.

Das für den Hybrid-Antrieb notwendige Batteriegehäuse ist aus Aluminium gefräst und sitzt unter dem Kofferraumboden, der aus elektrochromatischem Glas besteht. Per Knopfdruck gibt das Glas den Blick auf die in Acidgreen illuminierte Energiequelle frei.

Satte 315 kW Systemleistung

Die Elektromaschine im Sport Turismo bietet rund 70 kW/ 95 PS und verdoppelt so die Leistung des aktuellen Porsche-Hybridantrieb. Ein aufgeladener Dreiliter-V6-Motor ergänzt das System um weitere 245 kW/ 333 PS. In Kombination beider Antriebe beschleunigt die Studie in weniger als sechs Sekunden von null auf 100 km/h.

Das elektrische Fahren ist der favorisierte Betriebsmodus. Über eine Taste im Lenkrad deaktiviert der Fahrer diesen. Mit dem e-Charge-Modus erreicht er die gezielte Erhöhung des Ladestandes der Hochvolt-Batterie. Dies ist insbesondere dann sinnvoll, wenn auf eine Autobahnfahrt eine Stadtroute folgt, die rein elektrisch und ohne lokale Emissionen erfolgen soll. Auch die Plug-in-Aufladung des Panamera Sport Turismo ist geplant. In nur 2,5 Stunden soll diese erfolgen.

Im Innenraum setzt sich die futuristische Ausrichtung fort. Ein großes Farb-Display ersetzt die klassischen Instrumente. Der Fahrer kann über das Display alle Informationen abrufen und sich nach Bedarf anzeigen lassen. Zwei zusätzliche Displays in Tubenform informieren zum Beispiel über hybridspezifische Fahrzustände, etwa das rein elektrische Fahren. Per Multitouch-Funktion lassen sich auch alle Fahranzeigen und Steuerungsfunktionen bedienen wie beispielsweise Klimaautomatik, Sitzeinstellung, Licht, Rückfahrkamera und die Funktionen des Porsche Communication Management.

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