Renault Der leistungsfähigste Fahrsimulator der Welt?

Von ampnet 2 min Lesedauer

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Renault hat in Frankreich ein neues Fahrsimulationszentrum eingeweiht. Dazu gehört „ROADS“, der nach Unternehmensangaben vermutlich leistungsfähigste Fahrsimulator der Welt.

Der neue Simulator von Renault befindet sich in einer Höhe von zwölf Metern.(Bild:  Autoren-Union Mobilität/Renault)
Der neue Simulator von Renault befindet sich in einer Höhe von zwölf Metern.
(Bild: Autoren-Union Mobilität/Renault)

Renault hat in Guyancourt (bei Versailles, Frankreich) ein neues Fahrsimulationszentrum eingeweiht. Das nach mehrjährigen Arbeiten und Investitionen in Höhe von 26 Millionen Euro fertiggestellte „Technocentre“ beherbergt einen Großteil der digitalen Testressourcen des Konzerns. Das 2.300 Quadratmeter große Simulationszentrum soll die Fahrzeugentwicklung beschleunigen, da sich der Bedarf an realen Prototypen verringert. Somit sollen auch die Kosten für diese Prozesse sinken.

Der Renault Operational Advanced Driving Simulator (Roads) ermöglicht es, einen digitalen Zwilling der in der Entwicklung befindlichen Fahrzeuge zu fahren. So können die Entwicklungsteams die verschiedenen dynamischen Eigenschaften und insbesondere die Fahrassistenzsysteme in virtuellen Umgebungen bereits im Vorfeld testen. Auch Aktualisierungen einer Baureihe lassen sich so in einem sicheren Umfeld entwickeln und testen. Den Fahrsimulator hat der Autohersteller zusammen mit AV Simulation, einem Gemeinschaftsunternehmen von Sogeclair, Renault, Dassault Systèmes und UTAC, entwickelt.

600 qm großer Simulator mit 90 Tonnen bewegter Masse

Der Simulator befindet sich in einer eigens dafür eingerichteten Halle mit einer Fläche von fast 1.400 Quadratmetern und in einer Höhe von zwölf Metern. In der Kabine, die physische und digitale Elemente kombiniert, findet ein komplettes Fahrzeug Platz. Auf leistungsstarken Stempeln montiert und auf zwei 25 Meter langen Schienen für Quer- und Längsbewegung gleitet sie auf 625 Quadratmetern Bewegungsfläche mit 90 Tonnen bewegter Masse und Beschleunigungen von bis zu einem G in Quer- und Längsrichtung. Simuliert werden können Fahrten auf einer vollständig virtuellen Straße oder auf einer Strecke, die eine real existierende Straße originalgetreu nachbildet.

Welches Szenario darf es sein?

In dem Zentrum für immersive Simulation arbeiten über 70 Personen. Einige von ihnen widmen sich ganz der so genannten „Scenario Factory“, die eine reale Straße digital nachbilden, völlig imaginäre Straßen erstellen oder sogar beides miteinander kombinieren kann. Andere „bauen“ den digitalen Zwilling, der die Eigenschaften eines Fahrzeugs, die Simulation seines Fahrverhaltens und die seiner Fahrerassistenzsysteme und der On-Board-Software zusammenführt.

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In den so genannten „massiven“ Simulationen, die in der Cloud durchgeführt werden, wird der digitale Zwilling dann Millionen von Straßensituationen ausgesetzt, um ihn unter allen möglichen Bedingungen zu testen. Da die menschliche Erfahrung von entscheidender Bedeutung ist, ermögliche es Roads, an Bord des digitalen Zwillings Platz zu nehmen. So wird sichergestellt, dass das menschliche Verhalten in den virtuellen Entwicklungsprozess mit einbezogen wird. Dazu gehören beispielsweise physiologische Daten wie Müdigkeit oder Stress.

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