Additive Fertigung Schaeffler kauft belgisches Start-up Aerosint SA

Quelle: Automobil Industrie 2 min Lesedauer

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Der Zulieferer übernimmt Aerosint SA vom amerikanischen 3D-Druckspezialisten Desktop Metal. Schaeffler sieht im simultanen Multimaterialdruck einen entscheidenden Marktvorteil.

Die sogenannte Recoater-Technologie von Schaeffler Aerosint SA soll die Technologie-Expertise von Schaeffler in der additiven Fertigung erweitern.(Bild:  Schaeffler)
Die sogenannte Recoater-Technologie von Schaeffler Aerosint SA soll die Technologie-Expertise von Schaeffler in der additiven Fertigung erweitern.
(Bild: Schaeffler)

Additive Fertigung ermöglicht eine einfachere Herstellung geometrisch komplexer Bauteile im Vergleich zu konventionellen Verfahren. Laut Schaeffler macht die Schlüsseltechnologie für Industrie 4.0 die Produktion unter anderem durch geringeren Werkstoffverbrauch, umweltfreundlichere Materialoptionen oder energieeffizientere Herstellung nachhaltiger. Mit der Übernahme von Aerosint will der Automobil- und Industriezulieferer nun seine Marktposition im Bereich additiver Fertigung stärken.

Andreas Schick, Vorstand Produktion, Supply Chain Management und Einkauf der Schaeffler AG, sagt: „Schaeffler Aerosint SA bietet die erste industrielle Lösung für simultanen Multimaterialdruck. Die Akquise ist ein wichtiger Schritt hin zur industriellen Nutzung metallbasierter, additiver Fertigungsverfahren im Bereich Industrie 4.0.“ Das soll dem Unternehmen „einen entscheidenden Marktvorteil“ bringen.

„Schaeffler Aerosint SA“ wird als neuer Standort von Schaeffler Special Machinery in die Gruppe integriert. Über die Details der Transaktion haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart.

Ausrollen der SPD-Technik

Die patentierte „Selective Powder Deposition“(SPD)-Technik von Aerosint ermöglicht laut Mitteilung das Auflegen homogener Schichten aus mehreren nebeneinander angeordneten Materialbereichen. Der selektive Auftrag verschiedener Pulver bringt so das richtige Material in der benötigten Menge an die gewünschte Stelle. Sogenannte „Recoater“ halten mehrere Materialpulver separat bereit. Ähnlich einem Schlitten bei Bürodruckern appliziert dieser 3D-Bauteile in bis zu 300 μm großen Pulverpixeln.

Die bereits am Markt verfügbare SPD-Technik lässt sich auf additive Fertigungsverfahren wie Laser Powder Bed Fusion und Binder Jetting wie auch indirekte Verfahren anwenden. Schaeffler Special Machinery will diese in seinem ab 2024 erhältlichen System für Multimaterial-3D-Druck einsetzen.

Über Aerosint

Das 2016 gegründete Unternehmen Aerosint mit 19 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat seinen Sitz in Herstal, Belgien. Desktop Metal erwarb Aerosint im Jahr 2021. Laut Ric Fulop, Gründer und CEO von Desktop Metal, ließe sich die Technik von Aerosint mit laserbasierten Systemen schon binnen kurzer Zeit kommerzialisieren, wobei Schaeffler die Technik unmittelbar anwenden könne.

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