Elektromobilität Schütz für E-Autos mit 800-Volt-Bordnetz

Von Jens Rehberg 1 min Lesedauer

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Der Zulieferer Schaltbau hat ein Schütz für Elektroautos mit 800-Volt-Technik entwickelt. Es soll auch bei hoher mechanischer Belastung nicht unkontrolliert schließen.

Für E-Fahrzeuge mit 800-Volt-Bordnetz hat der Zulieferer Schaltbau ein Schütz entwickelt.(Bild:  Porsche)
Für E-Fahrzeuge mit 800-Volt-Bordnetz hat der Zulieferer Schaltbau ein Schütz entwickelt.
(Bild: Porsche)

Das Unternehmen Schaltbau aus München hat ein Schütz für BEVs mit 800-Volt-System in der Serienvorbereitung. Das Produkt verfügt über ein patentiertes mechanisches Verriegelungssystem, das auch bei extremen Schocks von bis zu 120 g / 20 ms ein Schließen der Kontakte verhindern soll; zum Beispiel bei einem Unfall.

800-Volt-BEVs sind mit zwei 400-Volt-Batteriebänken ausgestattet, die im Ladebetrieb parallel geschaltet werden, im Fahrbetrieb hingegen in Reihe, so dass 800 Volt zur Verfügung stehen. Durch diese Zweifachanforderung benötigt die so genannte „Junction Box“ von 800-Volt-Fahrzeugen im Vergleich zu 400-Volt-Fahrzeugen zusätzliche Schütze, die im Fahrbetrieb inaktiv und im Ladebetrieb aktiv gesetzt sind. Die Junction Box schaltet vereinfacht gesagt die Hochspannungsverbindung zu den entsprechenden Komponenten.

Der „C801 Interlockschütz“ eignet sich laut Hersteller speziell für Fahrzeuge mit einer Bordspannung von 800 Volt.(Bild:  Schaltbau GmbH)
Der „C801 Interlockschütz“ eignet sich laut Hersteller speziell für Fahrzeuge mit einer Bordspannung von 800 Volt.
(Bild: Schaltbau GmbH)

„Beim Fahren befinden sich die Kontakte im offenen Zustand“, erklärt Günther Rott, Director Business Development Automotive der Schaltbau GmbH. „Daher ist es wichtig, dass das Schütz auch unter einer hohen mechanischen Belastung, wie etwa bei einem Unfall, nicht unkontrolliert schließt. Die Folge wäre sonst ein Kurzschluss, der die Junction Box und wahrscheinlich auch das Fahrzeug zerstören würde.“

Isolationsspannung von 1.000 Volt

Die Bemessungsisolationsspannung des C801 Interlockschütz betrage 1.000 Volt. Im Betrieb sollen hohe Kontaktkräfte und eine optimierte Kontaktgeometrie einen thermischen Dauerstrom bis zu 250 Ampere ermöglichen. Die Kurzzeitstromtragfähigkeit betrage bis zu 16.000 Ampere.

Einmal verbaut sind die neuen Schütze ausschließlich beim Laden an 400-Volt-Ladesäulen aktiv. Sie sollen weder im Fahrbetrieb noch beim Laden an einer 800-Volt-Ladesäule Energie verbrauchen. Das reduziert laut Anbieter den Energieverbrauch des Fahrzeugs und vermeidet zusätzliche Wärme in der Junction Box. (thg)

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