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Beru Sensor in der Glühkerze

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Beru hat einen in Glühkerzen integrierten Brennraumdruck-Sensor entwickelt. Der Sensor soll helfen, kommende Stickoxyd-Vorgaben (NOx) einzuhalten.

( Archiv: Vogel Business Media )

Der Automobilzulieferer Beru hat einen in Glühkerzen integrierten Brennraumdruck-Sensor entwickelt. Der Sensor unterstützt die Dieselmotoren bei der Optimierung der Verbrennung und soll damit helfen, kommende Stickoxyd-Vorgaben (NOx) einzuhalten. Dabei sollen exakte Informationen aus dem Brennraum zur Regelung der Zündung beitragen, die vom aktuellen Gemischzustand abhängt.

Um eine zusätzliche Bohrung im Zylinderkopf zu vermeiden, hat das Ludwigsburger Unternehmen ein Messfühler in die Glühkerze integriert. Das Messverfahren basiert auf einer piezo-resistiven Druckmessung. Die neue Drucksensor-Glühkerze (PSG: Pressure Sensor Glow Plug) ist in Zusammenarbeit mit Texas Instruments (TI) - Konzeption und Umsetzung des in die Glühkerze integrierten Sensorbauteils - und Hirschmann Austria - Entwicklung eines Steckersystems - entstanden.

Die Druckmessung basiert dabei auf einer von TI entwickelten Technik, die es ermöglicht, hermetisch dichte, genaue und fehlersichere Sensoren kostengünstig herzustellen. Verwendet werden dazu mikromechanische Dehnmessstreifen. Ein wesentlicher Punkt im Konzept der Beru PSG ist angesichts der extremen Temperaturen, Vibrationen und Druckverhältnisse im Zylinderkopf der mechanische Aufbau der Glühkerze selbst.

Als Basis dafür dient ein Heizstab aus dem Beru Sofortstartsystems ISS (Instant Start System), der nur in der Spitze glüht. Allerdings wird der Heizstab nicht wie üblich im Glühkerzen-Körper verpresst, sondern ist als bewegliches Teil elastisch gelagert. Er überträgt den Druck auf die Messmembrane. Dadurch befindet sich der eigentliche Drucksensor entfernt vom Brennraum in einem Bereich mit günstigeren Umgebungsbedingungen.