Tesla bestätigte kürzlich den Test eines neuen Modells des Cybertrucks. Die Besonderheit: Es werden Trockenkathoden-Batterien eingesetzt. Doch was bringt die Technik?
Kantig, auffallend, kalt – Der Cybertruck ist Teslas kontrovers diskutiertes Modell.
(Bild: Tesla, Inc.)
In den USA testet Tesla eine Cybertruck-Variante mit Trockenkathoden-Batterien. Diese sind auch bekannt als Festkörperbatterien oder Solid-State-Batterien. Sie bieten gegenüber herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien eine Reihe von Vorteilen. Sie besitzen eine höhere Lebensdauer, eine höhere Energiedichte und können dazu noch schneller geladen werden. Es klingt nach dem heiligen Gral der Batterie-Entwicklung.
Hierzu hat Tesla vor fünf Jahren das Unternehmen Maxwell erworben, welches sich auf die Trockenkathoden-Technik spezialisiert hat. Bei dieser werden feste Kathoden und ein festes Elektrolyt verwendet, anstelle der herkömmlichen flüssigen Elektrolyten. Bei diesen Batterien wird die Kathode, die normalerweise eine Mischung aus verschiedenen Materialien wie Nickel, Mangan und Kobalt ist, in fester Form verwendet, oft als dünne Folie oder Schicht. Diese feste Kathode ist mit einem festen Elektrolyten verbunden, der Ionen zwischen der Kathode und der Anode transportiert.
Diese Konstruktion ermöglicht eine höhere Energiedichte und verbesserte Sicherheit, da das Risiko von Leckagen oder Bränden durch flüssige Elektrolyten eliminiert wird. Maxwells Technik will die Energiedichte und die Ladezyklenstabilität durch fortschrittliche Materialien und Produktionsmethoden verbessern.
Eigentlich arbeitet Tesla im Bereich der Batteriezellen ausschließlich mit Panasonic zusammen. Die erste Gigafactory in Nevada entstand in Zusammenarbeit mit dem Zulieferer. Durch die Übernahme von Maxwell legte Tesla jedoch den Grundstein für eine eigene Zellproduktion. Das Know-how des Unternehmens liegt auf dem Trockenelektroden-Beschichtungsverfahren. Ursprünglich für die Produktion von Superkondensatoren entwickelt, ist es nun offenbar serienreif für die Batteriezellen-Herstellung.
Batterie-Konferenz mit exklusiver Werksführung
Treffen Sie die Produktionsexperten der Automobilindustrie
Im Mittelpunkt des Battery Manufacturing Day stehen die Themen:
Fertigung von Batteriezellen und -modulen
Best-Practice-Beispiele von Automobilherstellern und Zulieferern
Anlagen und Systeme für eine effiziente und flexible Batteriefertigung
Testing und Qualitätssicherung in der Batterieproduktion
Vernetzung und Digitalisierung der Batteriefertigung
Weniger Ausschuss in der Batterieproduktion
Erwartungen der Autohersteller an Ausrüster und Zulieferer
Freuen Sie sich auf einen fundierten fachlichen Austausch mit Top-Referenten von Zulieferern, Automobilherstellern, Entwicklungsdienstleistern und Start-ups. Diskutieren Sie mit!
Treffen Sie Maschinen- und Anlagenbauer, Fabrikausrüster, Anbieter von Prüf- und Messtechnik, (Engineering)-Dienstleister, Wissenschaftler, Berater und Planer, Automobilhersteller und Zulieferer.
Als Format für die Trockenkathoden-Batterien werden 4680-Zellen verwendet. Die Batterien haben günstigere Produktionskosten, weshalb sie potenziell günstiger sind als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Der Verzicht auf den teuren und energieintensiven Brennprozess sowie der Wegfall von toxischen Lösungsmitteln senkt die Produktionskosten erheblich. Außerdem sinkt dabei die Umweltbelastung deutlich.
Tesla setzt bei Akkuzellen auf internes Wissen. Dies reduziert die Abhängigkeit von externen Zulieferern und bietet mehr Kontrolle über die Lieferkette, was zu weiteren langfristigen Kosteneinsparungen führen kann. Für den Cybertruck konkret könnte das bedeuten, dass künftig die Batterie günstiger und das Fahrzeug leistungsfähiger wird. Außerdem könnte die verbesserte Sicherheit durch den Wegfall flüssiger Elektrolyten ein wichtiges Verkaufsargument für Elektrofahrzeuge im Allgemeinen sein. (mr)
Festkörper-Akku von Samsung SDI
Im März veröffentlichte Samsung SDI seinen Zeitplan für eigene Festkörper-Batterien. Die Energiedichte soll um 40 Prozent über dem Niveau der P5-Li-Ion-Akkus liegen, dem aktuellen Serienprodukt des Zulieferers. Die künftigen Akkuzellen sollen ein selbst entwickeltes, festes Elektrolyt nutzen und komme ohne Anoden aus. Letzteres ermöglicht laut Samsung eine höhere Kathodenkapazität. Samsung SDI produziert nach eigenen Angaben momentan Prototypen. Der Serienstart ist für das Jahr 2027 geplant.
(ID:50122815)
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.