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Tesla Model 3: Das Auto zum Kult

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Gigafactory ist voll funktionsfähig

An Selbstbewusstsein mangelt es Elon Musk nicht: Die bescheiden als „Gigafactory“ titulierte Batteriefabrik in Nevada sei voll funktionsfähig sein. Es handele sich um die größte Fabrik der Welt, strich Musk heraus. Sie ist häufig als notwendiger Baustein bezeichnet worden, um den Model 3 zum Erfolg zu führen.

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An Stelle weiterer technischer Details bemühte Musk auf der Bühne die übergeordneten Themen: „Dies ist wirklich wichtig für die Zukunft der Welt“, erzählte er den anwesenden Tesla-Jüngern: 53.000 Tote pro Jahr seien auf „giftige Gase“ zurückzuführen. Einst habe seine Firma mit ihrem Roadster – einem umgebauten Lotus Elise – das General-Motors-Urgestein Bob Lutz überzeugt, den Chevrolet Volt zu bauen, und dieser wiederum habe zum Nissan Leaf geführt. Eine gewagte These, zumal beide Modelle gleichzeitig auf den Markt kamen.

Solche Details störten die versammelten Fans nicht, handelt es sich beim Model 3 doch laut Musk um die „letzte Stufe im Masterplan“. Doch der sieht nach seinen Worten unter anderem vor, dass mit „Model S“ und „Model X“ Geld verdient wird – und davon kann in Wahrheit keine Rede sein. Musk beteuert dennoch, dass der Model 3 schon nächstes Jahr ausgeliefert werden soll.

Der Kult um Tesla

Als „Kult“ ist schon so manches Auto, so manche Marke tituliert worden, tatsächlich haben diese Auszeichnung jedoch die wenigsten verdient. Ganz sicher gebührt sie der US-Marke Tesla und ihrem Firmenchef Elon Musk. Sonst wäre kaum erklärlich, dass sich teilweise schon in den Morgenstunden Warteschlangen vor den Händlern im ganzen Land gebildet haben. Es ging dabei um das Privileg, zu den ersten Kunden zu gehören, die ihre Anzahlung von 1.000 Dollar leisten durften.

„Ziel (eines) Kultes“, so heißt es bei der Online-Enzyklopädie Wikipedia, „ist ursprünglich Kraftmehrung sowohl des Kultobjektes als auch seiner Verehrer.“ Diese ritualisierten Handlungen – so ist hinzuzufügen – müssen von einer Anhängerschaft regelmäßig ausgeführt werden.

In den Tesla-Verkaufsstellen der Welt, vor allem aber im kalifornischen Hawthorne, hatte die Tesla-Gemeinde jetzt wieder Gelegenheit dazu. Und mit den eingesammelten 115 Millionen Dollar kann Elon Musk sein neues Modell nun mit Hochdruck zur Serienreife bringen.

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