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Du Pont Thermoplaste als Alternative zu Metallen

| Redakteur: Bernd Otterbach

Auf der Fakuma 2008 präsentiert der Kunststoffhersteller Du Pont hitze- und hydrolysestabilisierte Thermoplaste für den Motorraum von Automobilen.

Mit diesen thermoplastischen Kunststoffe sollen weitere Möglichkeiten zur Metallsubstitution eröffnet werden. Zu den Neuheiten von Du Pont bei technischen Kunststoffen gehört das Polyacetal (POM) Delrin 300 CP. Als vorteilhaften Eigenschaften werden hohe Schlagzähigkeit (auch bei tiefen Temperaturen), Steifigkeit, Festigkeit und Streckgrenze hervorgehoben. Dennoch sei die Schmelzeviskosität verhältnismäßig niedrig. Das sei für eine besonders effiziente Verarbeitung wichtig.

Kostenmäßig liegt dieses Polyacetal im Bereich von Standard-POM. Entsprechend breit ist die Palette möglicher Anwendungen, die von Automobilteilen über Produkte für die Fördertechnik, für Sport und Freizeit bis zu Massenartikeln wie Schnallen, Clips oder Federelemente reicht.

Hologenfrei flammgeschützte Kunststoffe

Für Anwendungen in der Elektro- und Elektronikindustrie stellt Du Pont auf der Fakuma eine Reihe neuer, halogenfrei flammgeschützter technischer Kunststoffe vor. Sie entsprechen alle den Anforderungen der Klasse V-0 nach UL94. Als vorteilhafte Merkmale der unverstärkten Polyamide (PA66) Zytel FR7025V0F und Zytel FR7026V0F werden eine hohe Duktilität und hohe Kriechstromfestigkeit (CTI) herausgestellt. Aus diesen beiden Polyamiden können unter anderem Steckverbinder für Haushaltsgeräte hergestellt werden.

Beim Kunstoff Zytel FR70G25NHV0 handelt es sich um ein glasfaserverstärktes PA66, dessen CTI fast doppelt so hoch ist wie bei vergleichbaren Standard-Polyamiden. Demgegenüber steckt hinter der Bezeichnung Zytel HTNFR52G30NH ein Polyphthalamid, das halogenfrei flammgeschützt ist. Die Duktilität, Stabilität und Kriechstromfestigkeit dieses technischen Thermoplasts mit 30 Gew.-% Glasfasern übertrifft laut Du Pont die Werte von HTN-Standardtypen. Die Chemikalien- Feuchte- und Temperaturbeständigkeit sei hoch. Anwendungen für dieses Kunststoff werden bei miniaturisierten Teilen gesehen, bei denen bleifreie SMT-Lötverfahren zur Anwendung kommen.

Beim Kunststoff Rynite RE19041 handelt es sich laut Du Pont um ein leicht fließendes, halogenfrei flammgeschütztes Polyethylenterephthalat (PET), dessen Eigenschaften denen herkömmlicher FR-PET-Typen entsprechen. Zu den Werkstoffvorteilen gehören verminderte Ablagerungen im Werkzeug sowie eine gute Eignung für selbstschneidende Schrauben.

Maisstärke in Kunststoffen für Automobilanwendungen

Zum Teil auf nachwachsenden Rohstoffen basieren die thermoplastischen Polyesterelastomere Hytrel RS. Diese Kunststoffe bestehen zu 20 bis 60 Prozent aus dem Polyol Cerenol, das auf Maisstärkebasis hergestellt wird. Laut Kunststofferzeuger bieten sie alle für diese Werkstoffklasse typischen Eigenschaften und Verarbeitungsmöglichkeiten. Entsprechend vielfältig seien daher die Anwendungsmöglichkeiten, die von Fahrzeug-Schläuchen und -Leitungen über Manschetten für Gelenkwellen und Dämpfer bis zu Airbagabdeckungen reichen.

Kunststoffteile im direkten Kontakt mit Motoröl

Wie auf vergangenen Messen präsentiert Du Pont den Messebesuchern ein Kaleidoskop neuartiger Anwendungen aus einer Vielzahl technischer Kunststoffe. Diverse Exponate aus dem Kfz-Bereich – so heißt es spiegeln weitere Erfolge bei der Substitution von Metallen im Bereich des Motorraums wider, wobei einige der jüngsten Entwicklungen in direktem Kontakt mit heißem Motoröl stehen.

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