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Toyota Verso: Europäer mit BMW-Dieselmotor

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Mehmet Kilic, Senior Project Manager in der Toyota Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Belgien, erläutert, warum der 2014er Verso europäischer Abstammung ist und welche Rolle das europäische Toyota Design Centers ED2 bei der Entwicklung neuer Konzepte spielt.

Mehmet Kilic, Senior Project Manager in der Toyota Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Belgien.
Mehmet Kilic, Senior Project Manager in der Toyota Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Belgien.
(Foto: Toyota)

Inwiefern ist der Verso ein „echter Europäer“?

In jeder Hinsicht. Zuerst einmal sind 95 Prozent aller Verso Käufer Europäer. In Japan gibt es keinen Verso, und das gleichnamige Auto, das zwei Jahre vor dem aktuellen europäischen Modell in China vorgestellt wurde, hat außer dem Namen nichts mit unserem Verso gemein.

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Der Verso wird nicht nur in Europa montiert, es werden auch 95 Prozent aller Teile aus europäischen Ländern angeliefert. Außerdem ist die Entwicklungsarbeit während der letzten drei Jahre ausschließlich in Europa geleistet worden. Wir sind also jetzt weitgehend unabhängig von der Toyota Motor Corporation in Japan. Die Projektleitung ist hier in Europa, und dasselbe gilt für die Produktplanung und das Design. Alles hat während der letzten drei Jahre hier stattgefunden. Insgesamt waren circa 350 bis 400 Mitarbeiter in Europa in das Projekt involviert.

Kurz, der Verso wird in Europa von Europäern für den europäischen Markt gebaut.

Warum präsentieren Sie nun, nur ein Jahr nach der Vorstellung des umfassend überarbeiteten Modells, einen neuen Verso für 2014?

Mit dem Verso 2014 gehen einige optische Neuerungen einher und wir führen zudem einen neuen Motor ein, mit dem wir unsere Antriebspalette modifizieren und uns im Segment noch besser aufstellen.

Zudem nutzen wir das Modelljahr 2014, um Verbesserungen kontinuierlich in die Serie einfließen zu lassen. Zum Beispiel bekommt der Verso einen griffigeren Schaltknauf – ein Bauteil, das der Fahrer rund 100.000 Mal pro Jahr in die Hand nimmt. Wenn es uns gelingt, ein weicheres Leder zu finden und die Ergonomie zu verbessern, warum sollen wir dann mit dem neuen Schaltknauf bis zur nächsten Verso Generation warten.

Wir war ED2 in die Kreation der neuen Designs eingebunden?

ED2 ist einer unserer wichtigsten Partner bei der Produktentwicklung, speziell in einem solchen Fall. Ein Fahrzeug besteht aus etwa 2.000 Teilen, und auch wenn wir nur etwa ein bis fünf Prozent davon ändern, möchten wir maximale Wirkung erzielen.

Am wirksamsten ist zweifelsohne die Lackierung, und da kommt ED2 ins Spiel: Welche Farbe sollte gewählt werden und warum? Welche Trends sind angesagt? Wie lange werden diese Trends anhalten?

Diese Fragen betreffen nicht nur den Automobilbereich, sie beziehen sich auf jedes Produkt. Nehmen Sie zum Beispiel die Karosseriefarbe Novaweiß-Perleffekt, mit der wir den Verso 2013 vorgestellt haben. Ähnliche Farben findet man auch bei Smartphones, PCs, TV-Geräten und anderen Artikeln – ganz klar ein Trend. Die Kompetenz von ED2 besteht darin, solche Trends frühzeitig zu erkennen und sicher zu stellen, dass wir sie nicht verpassen.

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