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Halbjahreszahlen 2013

Umsatzrückgang bei Mahle

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Wesentliche Kennziffern nahezu auf Vorjahresniveau

Trotz der insgesamt sehr verhaltenen Umsatzentwicklung konnten im ersten Halbjahr nach Angaben von Junker wesentliche finanzielle Kennziffern wie EBITDA- und EBIT-Marge bereinigt um Sondereffekte nahezu auf Vorjahresniveau gehalten werden. Eingeleitete Restrukturierungsmaßnahmen zur Kapazitätsanpassung in Westeuropa an das anhaltend niedrige Pkw-Produktionsniveau führten jedoch zu Rückstellungen im Halbjahresabschluss, die deutliche ergebnisbelastende Einmaleffekte bewirkten. Im Zuge der Restrukturierungsmaßnahmen wurde die Beendigung der Pkw-Kolbenproduktion am französischen Standort nahe Colmar eingeleitet. Das Produktionsende ist auf das erste Quartal 2014 terminiert. Damit wird für 2014 auch eine deutlich verbesserte Auslastung der übrigen europäischen Standorte angestrebt.

Für das zweite Halbjahr 2013 rechnet Junker mit einer Stabilisierung der Umsatz- und Ergebnisentwicklung auf dem Vorjahresniveau. Allerdings bestehen insbesondere in Europa aber weiterhin konjunkturelle Unsicherheiten. Insgesamt zeichnet sich für den Gesamtjahresumsatz ein Potenzial von circa 6,1 Milliarden Euro ab.

Kartellbehörden genehmigen Übernahme von Behr

Außerdem gab Junker bekannt, dass zwischenzeitlich die Kartellbehörden aller beteiligten Länder dem Erwerb von rund 51 Prozent der Gesellschaftsanteile an der Behr GmbH & Co. KG durch Mahle zugestimmt haben. So kann der Mehrheitserwerb nun mit Wirkung zum 30. September vollzogen werden, sodass die Behr-Gruppe ab 1. Oktober im Mahle-Konzernabschluss vollkonsolidiert wird.

Zentralbereiche der Unternehmen zusammenführen

Die Integration von Behr eröffnet beiden Unternehmen erhebliches Zusatzpotenzial, da sich die Produktportfolios laut Junker hervorragend ergänzen – insbesondere bei der zukunftsträchtigen Thematik der energieeffizienten Mobilität und dazu notwendiger Effizienztechnologien. Zur Erschließung aller Synergieeffekte sowie zur effizienteren Marktbearbeitung und schnelleren Entwicklung neuer Produkte ist beabsichtigt, Zentralbereiche beider Unternehmen zusammenzuführen – nicht nur in Stuttgart, sondern auch in Nord- und Südamerika sowie Asien. Darüber hinaus sollen in Wachstumsregionen Kosten- und Investitionsoptimierungen durch neue gemeinsame Produktionswerke geschaffen werden. Für die kommenden Jahre wird mit nachhaltig profitablen Umsätzen von mehr als zehn Milliarden Euro gerechnet. Die Gesamtmitarbeiterzahl steigt damit auf rund 65.000, davon sind circa 17.000 in Deutschland beschäftigt.

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