Suchen

Halbjahreszahlen 2013 Umsatzrückgang bei Mahle

| Autor / Redakteur: Jürgen Goroncy / Thomas Günnel

Mahle präsentierte am 1. September seine Halbjahreszahlen. Demnach erzielte das Unternehmen im ersten Halbjahr 2013 einen Umsatz von 3,033 Milliarden Euro; das entspricht 173,7 Millionen Euro (–5,4 Prozent) weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Firmen zum Thema

Am 1. Spetember präsentierte Mahle seine Halbjahreszahlen. Demnach erzielte das Unternehmen im ersten Halbjahr 2013 einen Umsatz von 3,033 Milliarden Euro.
Am 1. Spetember präsentierte Mahle seine Halbjahreszahlen. Demnach erzielte das Unternehmen im ersten Halbjahr 2013 einen Umsatz von 3,033 Milliarden Euro.
(Foto: Mahle)

Etwa 90 Millionen Euro sind auf negative Währungseffekte zurückzuführen; vor allem die Abwertung des japanischen Yen und des brasilianischen Real wirkte sich nach Angaben von Heinz K. Junker, Vorsitzender der Geschäftsführung von Mahle, negativ aus. Hinzu kommen Belastungen durch den weltweit schwachen Verlauf des Nfz-Markts und einer regional sehr unterschiedlichen Entwicklung der Pkw-Märkte. Auch das Industriegeschäft des Konzerns konnte aufgrund schwacher Nachfrage das Umsatzniveau nicht halten.

Region Europe

In Europa belasteten die anhaltende Staatsschuldenkrise und die damit im Zusammenhang stehende nach wie vor rückläufige Automobilkonjunktur die Geschäftsentwicklung. Mit 1.445 Millionen Euro lag der Umsatz im ersten Halbjahr 2013 um 6,1 Prozent unter dem des entsprechenden Vorjahreszeitraums. In den letzten Monaten ließ sich aber zunehmend eine Stabilisierung erkennen. War im ersten Quartal noch ein Rückgang um 11,9 Prozent zu verzeichnen, lagen die Umsätze im zweiten Quartal in etwa auf dem Vorjahresniveau. Der Umsatzanteil der europäischen Einheiten lag bei rund 47 Prozent und war damit leicht rückläufig im Vergleich zum Vorjahr.

Region Nordamerika

In der Region Nordamerika blieb der Gesamtumsatz mit 631 Millionen Euro um 2,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Geschäftsbereich Motorsysteme und -komponenten konnte das Vorjahresniveau nicht erreichen. Belastend wirkten sich die verhaltene Nutzfahrzeugproduktion und insbesondere der Nachfragerückgang im Off-Highway-Geschäft für Baumaschinen und Stationärmotoren aus. Der hauptsächlich im Pkw-Bereich tätige Geschäftsbereich Filtration und Motorperipherie verzeichnete dagegen mit 8,5 Prozent ein deutliches Wachstum. Der Umsatzanteil Nordamerikas am Konzern-Gesamtumsatz stieg im ersten Halbjahr leicht auf 21 Prozent.

Lage Südamerika

In der Region Südamerika profitierte das Unternehmen zwar von der Erholung der Pkw- und Nutzfahrzeugmärkte, massive negative Wechselkurseffekte führten jedoch zu erheblichen Belastungen in der Konzernwährung Euro. Insgesamt erzielte Mahle einen Umsatz von etwa 360 Millionen Euro, was einem Anteil am Konzernumsatz von circa 12 Prozent entspricht. Der Rückgang um 3,7 Prozent ist vollständig auf negative Wechselkurseffekte zurückzuführen. Bereinigt um die Abwertungseffekte konnten die Umsätze um 5,2 Prozent gesteigert werden.

Region Asien/Pazifik

In der Region Asien/Pazifik lag der Umsatz mit rund 598 Millionen Euro um 51,2 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Auch hier hatten die Wechselkurseffekte einen hohen negativen Einfluss von 45,6 Millionen Euro. Insbesondere die massive Abwertung des japanischen Yen um deutlich über 20 Prozent gegenüber dem Euro überkompensierte das signifikante Wachstum in einigen asiatischen Ländern. Zudem entwickelten sich die Länder Asiens sehr differenziert. Während insbesondere in China und Thailand weiterhin positive Wachstumsraten erzielt wurden, zeichnete sich in Indien für die gesamte Automobilindustrie eine schwierige Entwicklung ab. Auch in Japan muss mit einer anhaltend verhaltenen Umsatzentwicklung gegenüber dem Vorjahr gerechnet werden, in dem staatliche Kaufanreize den Markt stützten und der Aufholeffekt nach der Naturkatastrophe zu einer Sonderkonjunktur führte. Insbesondere aufgrund der massiven negativen Wechselkursverschiebungen stieg der Asien-Anteil am Gesamtumsatz nicht weiter an, sondern blieb bei 20 Prozent.

(ID:42292172)