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V-Klasse: Aller guten Dinge sind drei

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Variabel verstellbarer Innenraum

Zum eher komfortablen Charakter der V-Klasse passen auch die serienmäßig jeweils zwei Einzelsitze in Reihe zwei und drei. Sie sind auf den im Boden eingelassenen Schienen verschiebbar und können in der zweiten Reihe auch entgegen der Fahrtrichtung montiert werden. Dazu müssen die etwa 30 Kilogramm schweren Einzelsitze allerdings von Hand ausgebaut und umgesetzt werden, was aber recht einfach von statten geht. Den variablen Fond der V-Klasse können Geschäftsreisende – insbesondere bei der üppigen Raumfülle der längsten Karosserieversion – für bequeme Acht-Augen-Gespräche in entspannter Atmosphäre nutzen. Optional gibt es auch einen klappbaren Tisch dazu, oder Dreier-Sitzbänke für beide Fondreihen, die dann einen fünften und sechsten Gesprächspartner – oder insgesamt bis zu acht Mitreisende – aufnehmen. Zur gediegenen Atmosphäre tragen auch vielfache Verstellmöglichkeiten der Sitze, Armlehnen, Sitzbezüge in Nappaleder, eine Ambientebeleuchtung und rundum hochwertige Materialien bei. Kleiner Wermutstropfen für Weltenbummler: zwar lassen sich die Einzelsitze und optionalen Sitzbänke für Reihe zwei und drei zu einer Liegefläche umklappen. Sie ist aber längst nicht so komfortabel wie im VW Multivan.

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Wird das Gestühl komplett ausgebaut, passt in den gut 4.600 Liter großen Quader auch die berühmte Europalette. Selbst bei voller Bestuhlung sind immer noch gut 1.000 Liter Ladevolumen vorhanden, bei Bedarf von einem horizontalen Raumteiler mit zwei integrierten Klappkisten für Krimskrams umsichtig geordnet. Praktisch: Wird nur die Glasscheibe der Heckklappe geöffnet, landet das Ladegut rückenschonend auf dem Boden des Raumteilers.

Zahlreiche Helferlein unterstützen den Fahrer

Auch der Fahrer braucht sich über mangelnde Unterstützung nicht beklagen, nehmen ihm doch zahlreiche Assistenzsysteme – übernommen aus den E- und S-Klasse- Modellen – so manche Aufgabe ab: etwa eine Einparkhilfe, bei der der Fahrer nur den Einparkvorgang bestätigen und kurz auf Gas tippen muss. Das Rangieren in die Längs- oder Querparklücke übernimmt der Assistent. Aber auch das Spurhalten (inklusive Seitenwind-Ausgleich), den Spurwechsel, die Kollisionswarnung, den Abstandstempomaten, die Tempolimitanzeige, die Warnung vor Müdigkeit des Fahrers und falscher Fahrspurwahl überwachen elektronische Helfer. Etwas Kritik ist lediglich an den verschachtelten Menüstrukturen des Infotainmentsystems und Bordcomputers angebracht.

Optional lässt sich die V-Klasse fast auf S-Klasse-Niveau ausrüsten, etwa mit einer Burmester-Soundanlage, vorausschauendem Presafe-Sicherheitssystem, einer App für die Bedienung des Infotainmentsystems per Smartphone, aktiver Sitzbelüftung, LED-Scheinwerfern oder zusätzlicher Schiebetür hinten links. Dann nähern sich allerdings auch die Preise der S-Klasse. So steht die gefahrene V-Klasse Avantgarde mit gut 81.000 Euro inkl. Umsatzsteuer in der Preisliste. Als Basispreis für die kürzeste V-Klasse ruft Mercedes-Benz für den schwächsten Motor in der Grundausstattung knapp 43.000 Euro auf, die leistungsstärkste Variante kostet mindestens 48.300 Euro. Nach oben eröffnet sich dann viel Spielraum: In der Avantgarde-Ausstattung reicht der Basispreis von 50.700 bis zu knapp 60.000 Euro inkl. Vierradantrieb. Für Schnäppchenjäger, die genau wissen was sie wollen, empfiehlt sich die V-Klasse Avantgarde Edition. Hier ist zwar der Grundpreis höher, aber das Gesamtpaket mit allen Sonderausstattungen ist billiger als wenn man die Sonderausstattungen einzeln ordern würde. Für die Basisausstattung bietet Mercedes-Benz übrigens auch eine Editionsvariante mit dem bereits geschilderten Sparpotenzial an.

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