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Neue Modelle V-Klasse: Aller guten Dinge sind drei

| Autor / Redakteur: Jürgen Goroncy / Jens Scheiner

Gut ein Jahr nach dem Start der neuen V-Klasse hat sich die dritte Generation des Großraum-Vans bereits mehr als 20.000 mal verkauft und schon so manchen Testsieg gegen den direkten Rivalen VW Multivan errungen. Diese gute Bilanz lässt sich in der V-Klasse auch sprichwörtlich „erfahren“.

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Viel Platz, viel Komfort und Assistenzsysteme wie in einem modernen Pkw, die V-Klasse bietet viele Vorteile.
Viel Platz, viel Komfort und Assistenzsysteme wie in einem modernen Pkw, die V-Klasse bietet viele Vorteile.
(Foto: Daimler )

Die V-Klasse in Avantgarde-Ausstattung war mit dem bekannten Vierzylinder-Dieselmotor mit 2,1 Liter Hubraum ausgerüstet, der eine Leistung von 150 Kilowatt entwickelte und serienmäßig mit einer Siebengang-Automatik gekoppelt ist. Alternativ gibt es das Aggregat auch in Leistungsstufen mit 100 und 120 Kilowatt Leistung, dann serienmäßig mit Sechsgang-Schaltgetriebe. Alle drei Varianten sind zudem optional mit Allradantrieb bestellbar, mit zwei verschiedenen Radständen, drei Fahrzeuglängen (4.895 bis 5.370 Millimeter) und vier Ausstattungslinien: Eine Vielfalt, die fast keine Wünsche offenlässt.

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Mit seinen maximal 480 Newtonmeter Drehmoment treibt der Dieselmotor die V-Klasse schon aus niedrigen Drehzahlen homogen voran. Dieser Punch verebbt erst zwischen 3.500 und 4.000 Umdrehungen pro Minute – wenn der dynamische Sport-Fahrmodus aktiviert ist, der die Siebengang-Automatik erst bei höheren Drehzahlen zum Schalten auffordert und den Motor etwas bissiger auf die Gaspedalbewegungen des Fahrers ansprechen lässt. Der Motor harmonisiert gut mit der Siebengang-Automatik.

Moderater Kraftstoffverbrauch

Wer es gemächlicher mag, wählt die etwas moderateren Fahrmodi „Komfort“ oder „Economy“. Bei „Economy“ beispielsweise schaltet das Getriebe deutlich früher, auch werden die Leistung des Motors und der Klimatisierung reduziert und damit der Kraftstoffverbrauch. Der liegt nominell bei 6,0 Liter Dieselkraftstoff pro 100 Kilometer. Im tatsächlichen Testbetrieb waren es 8,2 Liter pro 100 Kilometer. Immer noch ein erfreulich guter Wert, bedenkt man, dass der Motor gut 2,4 Tonnen Leergewicht und eine jeweils fast zwei Meter breite und hohe Karosserie über die Straße und gegen den Luftwiderstand bewegen muss. Allerdings: wer viel Kurzstrecken fährt oder einen sportlichen „Gasfuß“ hat, der kann den Verbrauch auch leicht auf 11 Liter pro 100 Kilometer treiben. Bei 70 Liter Tankinhalt ist dann nach gut 600 Kilometer schon der nächste Tankstopp fällig.

Bemerkenswert übrigens, dass für die neue V-Klasse keine Luftfederung mehr verfügbar ist. Diese Aufgabe sollen jetzt selektive Stoßdämpfer übernehmen, die bei verhaltener Fahrweise sacht, bei eiliger eher straff dämpfen sollen. Im Testbetrieb mit wenig Zuladung funktionierte das auch sehr gut. Grundsätzlich fährt sich die neue V-Klasse eher wie ein guter Pkw als ein optisch aufgemotzter Transporter.

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