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Virtuelle Fahrzeugentwicklung – Hinter den Kulissen

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Probesitzen lange vor dem Prototypenstatus

Im Produktionsablauf hilft die Vernetzung von realer und digitaler Welt bereits seit Jahren, Geld zu sparen: So können Ingenieure im Cockpit eines künftigen Fahrzeugs Probe sitzen, lange bevor ein realer Prototyp gebaut wird. Die virtuelle 3D-Welt beim Projekt „Cave“ simuliert in einer aus Leinwänden geformten „Höhle“ (Englisch „cave“) und mit Hilfe von Rückprojektoren das virtuelle Cockpit eines künftigen Fahrzeugs. Damit prüfen Ingenieure zum Beispiel das Sichtfeld des Fahrers, die Erreichbarkeit von Schaltern oder des Handschuhfachs oder optimieren das Wischfeld auf der Windschutzscheibe. Im Cave lässt sich auch das spätere Raumgefühl auf allen Sitzplätzen simulieren. Teure Korrekturen im fortgeschrittenen Produktionsablauf können die Ingenieure so ausschließen.

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„Mixed Reality“ zur Fehlererkennung

Fehler besonders früh zu erkennen und günstiger zu beheben, dabei hilft auch „Mixed Reality“. Real existierende Bauteile werden hier mit virtuellen Bauteilen kombiniert. So lässt sich etwa ein künftiger Motor, den es real noch gar nicht gibt, in eine bestehende Karosserie einbauen. Bei der auch „Augmented Reality“ genannten Technologie können die Spezialisten nicht nur das virtuelle Teil einpassen, sondern auch auf Praxistauglichkeit hin prüfen – etwa, ob der Ölmessstab gut erreichbar sein wird. Müsste man später reale Bauteile ändern, wäre das deutlich teurer.

Laut Volker Mornhinweg, Leiter des Geschäftsfeldes Mercedes-Benz Vans, tragen IT-Lösungen mehr und mehr dazu bei, dem Zeitdruck bei der Entwicklung neuer Produkte standzuhalten. Unter dem Motto „First to market“ sei es immer wichtiger, möglichst effiziente Entwicklung zu betreiben und mit Hilfe der digitalen Welt sehr früh Fehler zu erkennen und zu beheben.

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