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BMW Wasserstoffmotor mit Top-Wirkungsgrad

| Redakteur: Bernd Otterbach

BMW hat einen monovalenten Wasserstoffmotor mit Diesel-typischer Geometrie und H2-Hochdruck-Direkteinblasetechnologie entwickelt. Dessen Wirkungsgrade liegen auf dem Niveau der besten Turbodieselmotoren mit rund 42 Prozent. Die Partner der BMW Group Forschung und Technik bei der Entwicklung sind die TU Graz, Hoerbiger Valvetec und das Hydrogen Center Austria.

Das neu entwickelte Brennverfahren kombiniere die Stärken von Otto- und Dieselkonzepten unter Ausnutzung der günstigen Verbrennungseigenschaften von Wasserstoff (siehe http://www.motorlexikon.de/?I=3320), teilte die TU Graz mit. Damit erreiche das Brennverfahren Effizienzwerte, die einem Vergleich mit den modernsten Turbodieselmotoren mühelos standhielten.

Bei der Entwicklunb bauten die Ingenieure auf das gemeinschaftliche EU-Projekt „HyICE“ auf, in dem bereits höchste spezifische Leistungen von bis zu 100 Kilowatt pro Liter Hubraum für ein ottomotorisches Wasserstoff-Brennverfahren nachgewiesen werden konnten.

Bie BMW-Ingenieure entwickelten auf Basis eines serienmäßigen Dieselmotors einen neuen Zylinderkopf für den Wasserstoffbetrieb. Der Brennraum des Motors wurde gemeinsam mit der TU Graz mit Hilfe numerischer Strömungssimulation ausgelegt. Der Wiener Kompressorspezialist Hoerbiger ValveTec konstruierte Hochdruckinjektoren zur Direkteinblasung des Wasserstoffes in den Brennraum mit Drücken von bis zu 300 bar.

Oberflächenzündung

Ausgiebige Testläufe an den Prüfständen des Institutes für Verbrennungskraftmaschinen und Thermodynamik der TU Graz hätten ergeben, dass eine Kombination von Otto- und Diesel-Brennverfahren mit Oberflächenzündung (siehe http://www.motorlexikon.de/?I=4830) und angeschlossener Diffusionsverbrennung hinsichtlich Wirkungsgrad die ideale Lösung sei, so die TU Graz weiter. Damit könne der gesamte Kennfeldbereich eines typischen Pkw-Motors abgedeckt und ein Wirkungsgrad auf höchstem Niveau erreicht werden.

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