Analyse
Auf die Zulieferer kommen harte Preisverhandlungen zu

Von Claus-Peter Köth 5 min Lesedauer

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Trotz aller Negativ-Schlagzeilen, das Jahr 2025 hat sich für die Zulieferer gut entwickelt, ihre Marge ist leicht gestiegen, während sie bei den OEMs gesunken ist. Berylls by AlixPartners erwartet nun 2026 noch härtere Preisverhandlungen.

Während die operative Marge der OEMs auf 4,5 Prozent fällt, steigt sie bei den Top 25-Zulieferern leicht an. (Bild:  Berylls by AlixPartners)
Während die operative Marge der OEMs auf 4,5 Prozent fällt, steigt sie bei den Top 25-Zulieferern leicht an.
(Bild: Berylls by AlixPartners)

Ausfuhrstopp für Seltene Erden, Versorgungsengpässe bei Chips, rückläufige Zulassungszahlen in wichtigen Weltmärkten, geopolitische Spannungen – die automobile Welt ächzt unter dieser multiplen Disruption. In der Folge wurden in diesem Jahr bei großen Zulieferern weltweit zehntausende Arbeitsplätze abgebaut oder zum Abbau ausgeschrieben. Dennoch ist 2025 kein verlorenes Jahr für die Branche. Denn zwischen all den dunklen Schatten zeigen sich auch Glanzlichter.

So ist bei den Zulieferern die operative Marge im Vergleich zum Vorjahr von 5,5 Prozent auf 5,8 Prozent gestiegen. Alexander Timmer, Partner bei Berylls by AlixPartners ordnet die Situation wie folgt ein: „Die operative Marge der OEMs fällt von 6,3 auf 4,5 Prozent. Bei den Zulieferern steigt sie dagegen leicht. Dass sie über den OEM-Margen liegt, haben wir seit der Vor-Corona Zeit nicht mehr gesehen.“