Zulieferer 100 Millionen Euro Verlust: Bertrandt auf Sparkurs

Von Sven Prawitz 1 min Lesedauer

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Der Entwicklungsdienstleister Bertrandt kündigt ein drastisches Sparprogramm an. Die Einschnitte sollen dem Konzern jährlich bis zu 90 Millionen Euro bringen.

Bertrandt setzt ein Sparprogramm auf.(Bild:  Bertrandt)
Bertrandt setzt ein Sparprogramm auf.
(Bild: Bertrandt)

Der Entwicklungsdienstleister Bertrandt verzeichnet im Geschäftsjahr 2023/2024 einen operativen Verlust (EBIT) von 98 Millionen Euro. Im Vorjahr stand noch ein Plus von 50 Millionen Euro in den Büchern. Die Gesamtleistung stieg leicht auf 1,19 Millionen Euro (Vorjahr: 1,16 Millionen Euro). Doch veränderte Marktbedingungen und eine neue Vergabepolitik der Kunden zwingen das Unternehmen zum Handeln.

„Die dynamische Entwicklung war nicht abzusehen“, erklärt Vertriebsvorstand Michael Lücke.

Bertrandt reagiert mit einem scharfen Schnitt: Das Management hat ein Ergebnisoptimierungsprogramm aufgelegt. Es soll jährlich 70 bis 90 Millionen Euro einsparen. Dafür nimmt der Konzern Einmalaufwendungen von 115 Millionen Euro in Kauf – unter anderem für Personalabbau und Wertberichtigungen.

Die Basis ist solide: Mit einer Eigenkapitalquote von 41 Prozent und einem positiven Free Cashflow von 50 Millionen Euro (Vorjahr: 7,1 Millionen Euro) stemmt Bertrandt die Restrukturierung aus eigener Kraft. Finanzvorstand Markus Ruf zeigt sich zuversichtlich: „Wir streben mittelfristig eine EBIT-Marge von sechs bis neun Prozent an – voraussichtlich ab dem Geschäftsjahr 2025/2026.“ Zudem setze das Unternehmen auf die Diversifizierung in andere Branchen und neue Märkte.

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