Classic Cars

60 Jahre Mercedes-Benz 300 SL

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Der 300 SL Roadster

Auf dem Genfer Automobil-Salon im März 1957 stellt Mercedes-Benz als Nachfolger des Flügeltüren-Coupés den 300 SL als Roadster (W 198 II) vor. Maximilian E. Hoffman hatte dieses Fahrzeug von vornherein für den US-Markt gefordert, er sah dort für einen offenen Wagen größere Absatzchancen als für ein Coupé. Technisch entspricht der Roadster weitgehend dem Coupé. Modifikation der Seitenteile des Gitterrohrrahmens ermöglichten es, die Einstiegshöhe so weit zu reduzieren, dass sich normale Türen realisieren ließen. Grundlegend verbessert wurde zudem die Hinterrad-Aufhängung: Sie ist nun mit einer Eingelenk-Pendelachse mit tief gelegtem Drehpunkt und einer Ausgleichsfeder versehen. Gegenüber der ursprünglichen Pendelachse des Flügeltüren-Coupés ergibt das deutlich verbesserte Fahreigenschaften.

Abnehmbares Coupé-Dach und Scheibenbremsen

Ab Oktober 1958 gibt es als Sonderausstattung ein abnehmbares Coupé-Dach, das zum Preis von 1.500 DM lieferbar ist und auf Wunsch auch nachträglich montiert werden kann. Von den technischen Änderungen, die im Laufe von sechs Jahren in die Produktion einfließen, sind zwei besonders erwähnenswert: Im März 1961 erhält der 300 SL Dunlop-Scheibenbremsen an Vorder- und Hinterrädern, und ab März 1962 wird ein modifizierter Motor mit Leichtmetall-Motorblock eingebaut.

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8. Februar 1963: Das Ende einer Epoche

Die Produktion des 300 SL lief zeitgleich mit dem Bau des 190 SL am 8. Februar 1963 in Sindelfingen aus. Dieses Datum markiert das Ende einer Epoche: Nachdem im März 1962 bereits die Produktion des Typ 300 eingestellt worden war, verschwand nun mit dem 300 SL das letzte Pkw-Modell mit separatem Rahmen aus dem Produktionsprogramm von Mercedes-Benz. Nachfolger des 300 SL ist der 230 SL „Pagode“, den Mercedes-Benz im März 1963 auf dem Genfer Automobilsalon der Öffentlichkeit vorstellt.

Den ersten 300 SL gibt es nicht mehr

Der erste 300 SL Rennsportwagen, das Premierenfahrzeug von 1952, existiert nicht mehr: Er wurde verschrottet. Der zweite gebaute Wagen mit der Fahrgestell-Nummer 194 010 00002/52 ist noch vorhanden. Seit seiner Fertigstellung befindet sich das Fahrzeug ununterbrochen im Werksbesitz, das eingeschlagene „/2“ auf diversen Teilen bezeugt seine Originalität. Während der aufwendigen Restaurierungsarbeiten von Mercedes-Benz Classic wurden sämtliche Teile des vollständig demontierten Fahrzeugs untersucht. Alles wurde nach höchsten Maßstäben an Originalität und Qualität wieder instand gesetzt. „Eine klare Vorgabe bestand darin, die Substanz und Patina des Rennsportwagens zu erhalten. Jetzt erstrahlt der 300 SL mit der Chassisnummer 2 in neuem Glanz – und zeigt doch stolz die Spuren seines aufregenden Fahrzeuglebens“, sagt Michael Bock, Leiter von Mercedes-Benz Classic.

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