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Die Karosserie des 300 SL
Die Karosserie des 300 SL besteht zum größten Teil aus hochwertigem Stahlblech, die Motorhaube, die Kofferraumklappe, die Schweller- und Türhaut jedoch aus Aluminium. Auf Wunsch und gegen einen verhältnismäßig geringen Aufpreis bestand die gesamte Karosserie aus Leichtmetall, was das Auto um 80 Kilogramm leichter machte. Doch diese Option gönnten sich nur 29 SL-Kunden – heute sind diese Autos sehr begehrt.
Der Gitterrohrrahmen – konstruiert von Rudolf Uhlenhaut – vereint höchste Stabilität mit geringem Gewicht. Sehr dünne Rohre werden zu Dreiecken zusammengesetzt – der fertige Rahmen ist extrem verwindungssteif und wird nur auf Druck und Zug beansprucht. Im Serien-SL wiegt der Rahmen nur 82 Kilogramm, das gesamte fahrfertige Auto inklusive Reserverad, Werkzeug und Treibstoff 1295 Kilogramm.
Herkömmliche Türen funktionierten nicht
Die Flügeltüren hatten einen zwingenden, konstruktiven Hintergrund: Die Aluminiumhaut des 300 SL bedeckt einen Rohrrahmen, der an den Fahrzeugflanken zum Vorteil der Stabilität weit nach oben reicht – herkömmliche Türen ließen sich nicht unterbringen. So ersann man den Einstieg von oben. Im englischsprachigen Raum bekam der 300 SL wegen seiner ausgebreiteten Flügeltüren den Beinamen „Gullwing“ (Möwenflügel). Die Türen verfügen dabei nicht über herkömmliche Türgriffe – stattdessen entriegelt ein aus der Karosserie schwenkender Stab das Schloss, und die von einer Teleskopfeder unterstützte Tür schwenkt nach oben.
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