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Die Technik des 300 SL
Die Technik des 300 SL basiert zum Teil auf der Limousine Mercedes-Benz Typ 300 (W 186 II), einem Auto, das gern von Staatsoberhäuptern und Industriellen gefahren wurde und als „Adenauer-Mercedes“ bekannt ist. Der Sechszylinder-Motor wurde stark modifiziert und erhielt unter anderem statt eines Vergasers eine Benzin-Direkteinspritzung: zur damaligen Zeit und noch lange danach ein technisches Schmankerl. Am Ende stand eine Leistung von 158 kW (215 PS). Damit erreicht der 300 SL je nach Hinterradübersetzung bis zu 260 km/h.
Fünf Hinterachsübersetzungen
Fünf unterschiedliche Übersetzungen waren erhältlich: Serienausstattung ist 1:3,64, die vor allem auf hohe Beschleunigung abgestimmt ist und 235 km/h ermöglicht. Eine noch bessere Beschleunigung bieten 1:3,89 und 1:4,11. Die Übersetzung 1:3,42 bietet eine höhere Endgeschwindigkeit. Diese wurde nochmals gesteigert auf 260 km/h – mit der Übersetzung von 1:3,25. Diese jedoch „verringert sehr die Beschleunigung, so dass der Wagen im Großstadtverkehr nicht mehr so gut zu fahren ist“, heißt es in der Verkäufer-Information. In zehn Sekunden sind 100 km/h erreicht.
Verbrauch: 15 Liter, Tankinhalt 130 Liter
Den Verbrauch ermittelten zeitgenössische Autotester mit durchschnittlich rund 15 Liter Benzin. Im Heck ist ein 100-Liter-Tank untergebracht, der gegen Aufpreis auf bis zu 130 Liter erweitert wird.
Damit der Motor im flachen Auto überhaupt Platz fand, wurde er um 45 Grad nach links geneigt. Jedoch nahm das Aggregat dem Beifahrer etwas Fußraum weg. Das Fahrwerk entspricht im Wesentlichen dem der Limousine des Typs 300a, ist aber sportlicher abgestimmt. Die zunächst verwendeten Trommelbremsen sind auf die Sportwagen-Leistung ausgelegt. Erst viel später, im Jahr 1961 als Roadster, erhielt der 300 SL rundum Scheibenbremsen.
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