Neue Modelle

Audi R8: Mehr Power für die zweite Generation

| Autor / Redakteur: Mario Hommen/SP-X / Maximiliane Reichhardt

Auch der Audi R8 Spyder wurde überarbeitet.
Auch der Audi R8 Spyder wurde überarbeitet. (Bild: Audi)

Downsizing oder E-Antrieb? R8-Freunde haben sich auf alles gefasst gemacht. Doch anders als in der Gerüchteküche kolportiert, bleibt die Flunder auch die nächsten Jahre ein wilder Saugmotor-Renner mit extragroßem Herz.

Im Jahr 2015 errichtete Audi in Heilbronn eine Hightech-Manufaktur für die R8-Prouktion, in der seither rund 500 Mitarbeiter mit vergleichsweise viel Handarbeit das sportlichste Aushängeschild der VW-Tochter bauen. Bereits jetzt werden dort die ersten Renner nach neuem Zuschnitt montiert, der sich vom alten allerdings nur in Details unterscheidet. Im ersten Quartal 2019 bringt Audi die zweite R8-Generation in dieser leicht verfeinerten und geschärften Version auf den Markt.

Fans dürfen noch einmal aufatmen, denn wie Linda Kurz, Leiterin Produktmarketing Sportwagen, mit einem Fingerzeig auf das V10-Signet im Kotflügel betont, werden weiterhin zehn fast schon unzeitgemäß anmutende Saugzylinder im Heck für brachialen Vortrieb sorgen. Das in einigen Medien angekündigte V6-Downsizing kommt also nicht. Stattdessen hat Audi beiden Varianten des 5,2-Liter-Benziners eine kleine Kraftkur gegönnt, dank der die Basisversion künftig 419 kW/570 PS statt 397 kW/540 PS leistet und ein auf 550 Newtonmeter (+10 Nm) angehobenes Drehmoment bietet. Die stärkere Version, die künftig „Performance“ statt „Plus“ heißen wird, legt sogar auf 580 Newtonmeter (+20 Nm) zu, während die Leistung von 449 kW/610 PS auf 456 kW/620 PS wächst. Längsdynamisch können damit alle Varianten ein Schippchen drauf legen: Coupé wie auch Spyder werden um jeweils ein km/h schneller, während sich die jeweiligen Sprintzeiten auf 100 km/h um je eine Zehntelsekunde verkürzen. Im Fall des Coupé Performance heißt das: 3,1 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und 331 km/h Topspeed.

Laserlicht der nächsten Generation

Lichttechnik

Laserlicht der nächsten Generation

01.10.18 - Seit dem Jahr 2014 ist das Laserfernlicht in Serie. Für einen süddeutschen Automobilhersteller hat der Zulieferer Automotive Lighting die Technik nun weiterentwickelt. lesen

Fahrwerksänderungen für eine präziserer Lenkung


Doch das sind Papierwerte, entscheidender für Performance-Freunde könnten die Fahrwerksänderungen sein, die laut Alessandro Vergine, Technischer Projektleiter R8, eine präzisere Lenkung und ein besser regelndes ESP bescheren. Während die serienmäßigen 19-Zoll-Räder weiterhin Pirelli-Reifen tragen, bekommen die optionalen 20-Zoll-Räder neue Michelin-Pneus, die im Zusammenspiel mit dem neuen ESP-Setup einen aus Tempo 100 um 1,5 und aus 200 km/h sogar fünf Meter kürzen Bremsweg ermöglichen sollen. Doch nicht alle Neuerungen sind fahrdynamisch von Vorteil: Ein neuer Partikelfilter treibt das Gewicht versionsabhängig um 15 bis 20 Kilogramm nach oben.

Auch optisch verspricht der R8 mehr Performance, denn Front und Heck wirken dank Detailarbeit breiter und aggressiver. Unter anderem sorgt dafür ein modifizierter Kühlergrill, der auf den bisherigen Chromrahmen verzichtet und ein neues Gitter trägt. Schmale Lüftungsschlitze in der Fronthaube oberhalb des Kühlergrills, eine Referenz an Audis Ur-Quattro, oder die jetzt von einem Steg geteilten Luftöffnungen unterhalb der Scheinwerfer verleihen dem Auftritt zusätzliche Schärfe. Schließlich verschaffen schwarze Einschübe den Scheinwerfern etwas mehr Geltung. Der Spyder hat zudem eine zusätzliche Entlüftungsfläche im Heckbereich erhalten. Dort lugen wie beim Coupé künftig wieder ovale statt eckige Auspuffendrohre aus dem modifizierten Heckdiffusor, bei denen es sich allerdings wie bisher um Blenden handelt, hinter denen sich, sofern man sich tief genug hinunterbeugt, die wahren Auspuffendohre zeigen.

Porsche-Chef Oliver Blume: „Die Sportwagen der Zukunft gestalten“

Elektromobilität

Porsche-Chef Oliver Blume: „Die Sportwagen der Zukunft gestalten“

27.09.18 - Porsche hat sich als erster deutscher Autokonzern vom Diesel verabschiedet. Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG, über die Zukunft vollelektrischer Sportwagen, der Plug-in-Hybride, die Zusammenarbeit mit Audi und Porsche-typische Anwendungen des autonomen Fahrens. lesen

Neue Optikpakete für Coupé und Spyder

Künftig kann der Kunde zwischen drei Optikpaketen wählen: Titan (Serie beim Performance), schwarz glänzend oder Carbon glänzend. Optional besteht die Möglichkeit, die Audi-Ringe auf der Motorhaube sowie die V10-Signets auf den vorderen Kotflügeln in Schwarz statt verchromt zu bekommen. Das sieht besonders schick in Kombination mit der neuen Speziallackierung „Kemoragrau“ aus, die erst bei bestimmtem Lichteinfall ihren Metallic-Glanzeffekt recht eindrucksvoll zum Besten gibt. Farbliche Neuerungen bietet auch der Innenraum. Künftig kann der Kunde für diesen die Farben Pastellsilber mit felsgrauen Kontrastnähten, Palominobraun mit stahlgrauen Nähten und Schwarz mit utopiablauen Nähten bestellen.

Preise nennt Audi noch keine, doch sollen sich diese auf dem Niveau der Vorfacelift-Version bewegen. Diese liegen bei 166.000 Euro (Coupé) und 179.000 Euro (Spyder).

Kommentare werden geladen....

Kommentar zum Beitrag schreiben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45563718 / Automobile)