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Elektromobilität BASF findet Potential bei Nickel-Metallhydrid-Akkus

| Autor / Redakteur: SP/X / Wolfgang Sievernich

Der Chemieriese glaubt, dass in der älteren Technik noch ungenutztes Potential für den Antrieb von Elektrofahrzeugen schlummert. Das Unternehmen will die Leistungsfähigkeit der Akkus künftig um das Zehnfache steigern. Elektroautos könnten dann deutlich günstiger werden.

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Nickel-Metallhydrid-Akkus besitzen geringere Herstellungskosten und eine hohe Lebenserwartung und sollen bei der Speicherkapazität aufgerüstet werden.
Nickel-Metallhydrid-Akkus besitzen geringere Herstellungskosten und eine hohe Lebenserwartung und sollen bei der Speicherkapazität aufgerüstet werden.
(Foto: Toyota)

Die meisten aktuellen E-Autos und Plug-in-Hybride nutzen bei der Batterie die sogenannte Lithium-Ionen-Technik, Nickel-Metallhydrid-Akkus (NiMH) gibt es in Deutschland fast nur noch in den Hybridmodellen von Toyota. Der Grund für den Siegeszug der lithiumbasierten Technik ist ihre deutlich höhere Stromspeicher-Kapazität. Vor allem für rein elektrische Autos ist diese wichtig, ermöglicht ein guter Wert doch erst annehmbare Reichweiten.

Allerdings hat auch die NiMH-Technik Vorteile: geringe Herstellungskosten und eine hohe Lebenserwartung. Zudem sind die Akkus weniger feuergefährlich, gehen bei Unfällen oder Überladung nicht in Flammen auf. Das ermöglicht deutlich simplere und günstigere Kontroll- und Kühlungssysteme als bei Lithium-Ionen-Akkus. Auch die Sicherung gegen Crashs könnte weniger aufwendig ausfallen.

Neue Materialien

BASF will nun auch bei der Speicherkapazität ansetzen. Neue Materialien und Strukturen sollen die Akkus leichter und leistungsfähiger machen. Ziel der Entwicklung ist laut dem Bericht eine Kapazität von rund 140 Watt-Stunden pro Kilogramm. Lithium-Ionen-Akkus schaffen zwar doppelt so viel, können aber im Gegensatz zu NiMH-Batterien nur einen kleinen Teil davon nutzen. Parallel zur Kapazitätssteigerung sollen die Kosten pro Kilowattstunde bei der NiMH-Technik auf rund 134 Euro sinken, das wären deutlich weniger als die gut 200 Euro bei Lithium-Ionen-Technik.

Der Großteil der Branche aber setzt mittelfristig auf die Weiterentwicklung der Lithium-Ionen-Technik. Zulieferer Bosch etwa hatte kürzlich prognostiziert, dass die Stromspeicher bis 2020 bei gleichem Gewicht doppelt so leistungsfähig und nur halb so teuer sein werden wie heutige Exemplare. Das Unternehmen setzt dabei auf die kontinuierlichen Fortschritte in der Zellchemie. Dazu kommt eine einfachere Konstruktion von Halterungen, Sicherungen und Elektronik. Noch einmal deutliche Sprünge bei der Leistungsfähigkeit sollen in fernerer Zukunft neuartige Batterie-Techniken bringen.

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