Neuausrichtung BASF gliedert den Bereich Abgaskatalysatoren aus

Von Lena Sattler

Der Geschäftsbereich für Abgaskatalysatoren wird aus dem BASF-Konzern ausgegliedert. Stattdessen will sich das Chemieunternehmen mehrere Milliarden Euro in Produkte für die Elektromobilität investieren.

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Ein Produktionsmitarbeiter transportiert eine Auswahl der in Nienburg produzierten Katalysatoren.
Ein Produktionsmitarbeiter transportiert eine Auswahl der in Nienburg produzierten Katalysatoren.
(Bild: BASF SE)

BASF will sein Geschäft mit Abgaskatalysatoren, deren Recycling sowie der zugehörigen Einheit Edelmetall-Services als eigenständige Einheit ausgliedern. Der Fokus im BASF-Konzern soll künftig stärker auf Batteriematerialien und Batterierecycling liegen.

Wie der Chemielieferant in einer Pressemitteilung am Dienstag (7. Dezember) bekannt gab, soll die neue Einheit BASF Automotive Catalysts and Recycling heißen. Das Geschäft soll so auf die anstehenden Veränderungen am Markt für Verbrennungsmotoren vorbereitet werden, heißt es.

Ab Januar in den USA

Die neue Einheit wird laut Unternehmen weiterhin an rund 20 Produktionsstandorten weltweit mit über 4.000 Mitarbeitern tätig sein. Im Januar 2022 soll der Ausgliederungsprozess starten und voraussichtlich bis zu 18 Monate dauern. Der Hauptsitz von BASF Automotive Catalysts and Recycling wird in Iselin in New Jersey sein mit Dirk Bremm als CEO.

Darüber hinaus will sich BASF verstärkt auf ihr Angebot im Bereich Elektromobilität konzentrieren. Peter Schuhmacher, Leiter des Geschäftsbereichs Catalysts, äußert sich zum Wachstumsplan für Batteriematerialien und Dienstleistungen für Basismetalle: „Für das Jahr 2030 wird ein Umsatz von über sieben Milliarden Euro angestrebt. Zur Umsetzung dieses Wachstumsplans geht BASF zwischen 2022 und 2030 von Investitionen in Höhe von 3,5 bis 4,5 Milliarden Euro in Batteriematerialien aus.“

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