Bosch und Nokia erforschen gemeinsam den künftigen Mobilfunkstandard 6G. Dabei geht es vor allem um das Integrieren von Kommunikation und Sensorik.
Bosch und Nokia arbeiten gemeinsam an Projekten zum Mobilfunkstandard 6G. Dazu zählen das autonome Fahren und vernetzte Produktionsabläufe.
(Bild: Bosch)
Bosch und Nokia bauen ihre Kooperation zu industriellen IoT-Produkten aus. Konkret entwickeln sie neben 5G jetzt auch am Mobilfunkstandard 6G. Die Unternehmen erforschen dafür die nächste Netzgeneration; und wie sich 6G-Netze für die Kommunikation und für Sensorik nutzen lassen. Die nächste Mobilfunkgeneration wird laut Bosch unter anderem neue Funktionen ähnlich zu Radar-Sensoren integrieren. „Mit 6G wird es möglich sein, die Position von Objekten im Abdeckungsbereich des Netzes zu erfassen – und zwar ohne, dass diese Objekte mit einem Funkmodul ausgestattet sein müssen“, erklärt ein Unternehmenssprecher.
6G ermöglicht sehr hohe Datenraten von bis zu einem Terabit pro Sekunde. Gleichzeitig sind die Latenzzeiten sehr gering: in der Größenordnung von rund 100 Mikrosekunden – „vier Mal schneller als ein Blitzeinschlag“, beschreibt der Sprecher. Mittels digitaler Zwillinge lassen sich dann zum Beispiel reale Fertigungsabläufe in einer virtuellen Welt ohne zeitliche und räumliche Einschränkung überwachen und simulieren. Den ersten 6G-Standard erwarten Entwickler „voraussichtlich im Jahr 2028“.
Bei Bosch befassen sich laut des Sprechers derzeit rund 40 Beschäftigte mit 6G. „In den kommenden zwei Jahren werden es voraussichtlich doppelt so viele sein“, schätzt Andreas Müller. Er leitet die Aktivitäten des Unternehmens zu dem Thema. Derzeit investiert Bosch nach Unternehmensangaben einen mittleren siebenstelligen Betrag in die Forschung und Entwicklung von 6G.
Etliche Projekte rund um den Mobilfunkstandard 6G
In den vergangenen Monaten wurden in Deutschland und Europa zahlreiche 6G-Projekte ins Leben gerufen. Darunter die Projekte „6G-ICAS4Mobility“, „KOMSENS-6G“ und „6G-BRAINS“. Sie befassen sich primär mit der Integration von Kommunikation und sensorbasierter Umfeld-Erkennung. Im Projekt „6G-ICAS4Mobility“ ist Bosch Konsortialführer. Erkenntnisse aus der Projektarbeit sollen nicht auf Anwendungen im Straßenverkehr beschränkt sein. Die erarbeiteten technischen Grundlagen eignen sich auch für Anwendungen wie vernetzte Drohnen und die Industrie 4.0; etwa für fahrerlose Transportsysteme.
Bei den Projekten „6G-ANNA“ und „6G-SHINE“ geht es um neue Vernetzungsstrukturen. Diese sollen künftige E/E-Architekturen in Fahrzeugen oder Roboterzellen in der Industrie effizienter arbeiten lassen. In anderen Projekte erforschen Projektpartner künftige Mobilfunkstandards innerhalb verschiedener Industrieallianzen.
Bei der „5G Automotive Association (5GAA)“ etwa entwickeln Unternehmen aus der Automobil- und Telekommunikationsbranche Konzepte für die Mobilität der Zukunft. Bei der „5G Alliance for Connected Industries and Automation (5GACIA)“ entwickeln Industrieunternehmen Möglichkeiten zum Vernetzen von Maschinen und Anlagen.
Das Projekt „6G-ICAS4Mobility“ im Detail
Ziel des Projektes „6G-ICAS4Mobility“ ist es, die bislang getrennt betriebenen Kommunikations- und Radarsysteme miteinander zu koppeln und in ein gemeinsames 6G-System zu integrieren. Im Projekt wollen die beteiligten Unternehmen in den kommenden drei Jahren Grundlagen entwickeln für den künftigen 6G-Standard. Dem Konsortium gehören Hochschulen, Automobilzulieferer, Kommunikations- und Radarspezialisten sowie Drohnenanbieter an.
Smart Factory Day 2023
Flexibel produzieren, sinnvoll vernetzen, Auslastung und Qualität verbessern, nachhaltig fertigen, Mitarbeiter motivieren: Beim »Smart Factory Day« treffen sich Experten aus der Produktion und diskutieren praxisnah gemeinsame Ziele.
Es geht um:
Effizienz in der Fertigung
Nachhaltigkeit im Werk
Digitalisieren von Prozessen
Flexible Produktion
Maschinelles Lernen
Künstliche Intelligenz
Cybersicherheit in der Produktion
Environmental Social Governance (ESG)
Außerdem gibt es einen exklusiven Werksrundgang bei Audi in Ingolstadt.
Künftig sollen die in Echtzeit fließenden Sensordaten mobiler Endgeräte – zum Beispiel Fahrzeuge – mittels 6G-Mobilfunk koordiniert und kombiniert werden. Das Ziel ist ein genaueres Abbild der Umgebung. Gleichzeitig sollen Radarfunktionen direkt in künftige Kommunikationsmodule integriert werden. Das würde Kosten sparen und die Funkressourcen effizienterer nutzen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert „6G-ICAS4Mobility“ mit rund zehn Millionen Euro und trägt damit 70 Prozent der Projektkosten.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Im Einzelnen arbeiten an dem Projekt folgende Unternehmen:
Robert Bosch GmbH
Fraunhofer Heinrich Hertz Institut
IMST GmbH
NXP Semiconductors Germany GmbH
Universität Ulm
FAU Erlangen-Nürnberg
TU Kaiserslautern
TU Ilmenau
Missing Link Electronics GmbH
CiS GmbH
Aero DCS GmbH
Barkhausen Institut gGmbh
Hensold Sensors GmbH
Merantix Momentum (Merantix Labs GmbH)
Denso Automotive Deutschland GmbH
Förderung von 6G durch den Bund
Weltweit wird laut Bosch mehr zu 6G geforscht. Die deutsche Bundesregierung fördert entsprechende Aktivitäten bis zum Jahr 2025 mit rund 700 Millionen Euro. Im EU-Haushalt sind für den Zeitraum von 2021 bis 2027 nochmals etwa 900 Millionen Euro geplant. Ähnliche Investitionsprogramme gibt es zudem in anderen Weltregionen: vor allem in den USA und Japan mit einer Investitionshöhe von rund 4,5 Milliarden Dollar; in Südkorea und China.