Interieur Hella entwickelt spiegelfreies 3D-Head-Up-Display

Von Sven Prawitz 1 min Lesedauer

Der Zulieferer investiert in das finnische Start-up Distance Technologies.  Gemeinsam entwickeln sie ein spiegelfreies, dreidimensionales AR-Head-up-Display.

Hella setzt auf die 3D-Lichtfeldtechnik des finnischen Start-ups Distance Technologies. Der Zulieferer will damit ein Head-up-Display auf den Markt bringen.(Bild:  Forvia Hella)
Hella setzt auf die 3D-Lichtfeldtechnik des finnischen Start-ups Distance Technologies. Der Zulieferer will damit ein Head-up-Display auf den Markt bringen.
(Bild: Forvia Hella)

Der Automobilzulieferer Forvia Hella und das finnische Start-up Distance Technologies haben eine Partnerschaft geschlossen, unterstützt durch eine Investition von Hella Ventures. Ziel der gemeinsamen Entwicklung ist ein spiegelfreies, dreidimensionales AR-Head-up-Display für den Automobilbereich, das dem Fahrer räumliche Visualisierungen direkt ins Sichtfeld einblendet und diese nahtlos mit der realen Umgebung verschmilzt.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Head-up-Displays, die ein Bild über integrierte Spiegel auf die Windschutzscheibe projizieren, kommt der neue Ansatz laut Forvia Hella vollständig ohne Spiegel aus. Das reduziere den benötigten Bauraum erheblich.

Hella setzt auf 3D-Lichtfeldtechnik

Forvia Hella bringt in die Partnerschaft nach eigenen Angaben Expertise in Fahrzeugelektronik, Lichttechnik und optischen Techniken sowie Entwicklungs- und Industrialisierungskompetenz ein. Distance Technologies beschreibt der Zulieferer als Technologieführer in KI-basierter, patentierter rechnergestützter Optik und 3D-Lichtfeldtechnik. Das Start-up ergänzt die Partnerschaft um Embedded-Software-Expertise.

Auf Basis des 3D-AR-Head-up-Displays lassen sich komplexe Informationen so ins Sichtfeld einblenden, als wären sie Teil der realen Umgebung – etwa dynamische Navigationshinweise mit Hervorhebung der Zielstraße, Spurführung, Ausfahrthinweise oder Gefahreninformationen, die präzise auf der Fahrbahn im tatsächlichen Blickfeld des Fahrers erscheinen. 

Die dargestellten Inhalte sollen sich laut den Unternehmen individuell anpassen und per Software-Update aktualisieren lassen. Die dreidimensionale Tiefenprojektion schaffe zudem einen virtuellen Raum für Unterhaltungsformate und videobasierte Kommunikationsdienste – bei hochautomatisiertem Fahren auch für den Fahrer selbst.

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