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Mazda Bremskraftrückgewinnung mit Kondensator

| Autor / Redakteur: SP-X / Bernd Otterbach

Moderne Autos gewinnen beim Bremsen Energie zurück. Bislang funktioniert das jedoch nicht besonders effizient. Mazda will das nun ändern und verspricht ein hohes Spritsparpotential.

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Auch beim besten Bremskraftrückgewinnungssystem verpufft ein Gutteil der Bewegungsenergie ungenutzt. Mazda will die Verluste nun minimieren. Ab 2012 setzen die Japaner daher Kondensatoren als Stromspeicher beim Verzögern ein. Sie sollen den Kraftstoffverbrauch um rund zehn Prozent sinken lassen.

Gegenüber konventionellen Batterien speichern Kondensatoren Strom deutlich schneller, so dass die Bremskraftrückgewinnung vollständiger und effizienter funktioniert. Zudem haben sie große Vorteile bei der Lebensdauer. Aktuell werden Kondensatoren in fast jedem elektronischen Haushaltsgerät eingesetzt, beim Auto finden sie sich bislang vor allem in Forschungsfahrzeugen mit E- oder Hybridantrieb als Ersatz für Lithium-Ionen-Akkus oder als Stromlieferant von Start-Stopp-Systemen. Mazda setzt die Technik nun nach eigenen Angaben weltweit erstmalig bei der Bremskraftrückgewinnung ein.

Durch die neue Art der Stromspeicherung ändert sich ansonsten nichts. Die beim Verzögern gewonnene Elektrizität dient weiterhin zum Betrieb von Radio, Klimaanlage und anderen Verbrauchern. Alternativ kann sie in die Fahrzeugbatterie eingespeist werden. Die von Mazda i-Eloop genannte Technik ist zudem mit einem Start-Stopp-System kombinierbar. In welchem Modell sie startet und wann sie auch in Deutschland zu Einsatz kommt, ist noch unbekannt.

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