Elektromobilität Brennstoffzelle: Hyundai investiert in drei Unternehmen
Hyundai will Elektroautos mit Brennstoffzelle günstiger anbieten. Deshalb investiert der Automobilhersteller nun in drei Unternehmen, die sich jeweils auf Schlüsselprozesse der Technologie spezialisiert haben.
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Um – wie es wörtlich in einer Mitteilung von Hyundai heißt – seine „Führungsposition im globalen Wasserstoff-Brennstoffzellen-Ökosystem zu stärken“ engagiert sich der südkoreanische Automobil-Konzern jetzt bei gleich drei Spezialisten dieses Gebiets:
- Impact Coatings AB, einem schwedischer Anbieter von Beschichtungstechnik für Brennstoffzellen,
- H2Pro, einem israelisches Start-up und
- dem in der Schweiz ansässigen Unternehmen GRZ Technologies.
Impact Coatings
Die Keramikbeschichtungen von Impact Coatings sind ein kosteneffizienter Ersatz für Edelmetalle, die in der Brennstoffzellenproduktion verwendet werden. Im Rahmen der neuen Entwicklungsvereinbarung wollen Hyundai und Impact Coatings gemeinsam eine neue Generation von Materialien, Verfahren und Geräten für Anwendungen erforschen und entwickeln.
H2Pro
H2Pro hat sich bereits einen Namen mit neuartiger Wasserspalt-Technologie gemacht, die effizient, erschwinglich und sicher sein soll. Dank dieses Verfahrens könnte Hyundai die Kosten für die Wasserstoffproduktion senken, was wiederum den Wasserstoffpreis für die Kunden senkt. Dies ist bereits die zweite Investition von Hyundai in das Start-up.
GRZ Technologies
GRZ Technologies schließlich konzentriert sich auf die kostengünstige Speicherung von Energie in Wasserstoff bei niedrigerem Druck und höherer Dichte. Durch die Vereinbarung will Hyundai Kunden die Wasserstoffinfrastruktur schneller zugänglich machen.
Wir hoffen, die breite Akzeptanz der Wasserstofftechnologie zu beschleunigen.
Zur Begründung heißt es: „Die strategischen Investitionen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die Nachfrage nach Brennstoffzellentechnologie gestiegen ist.“ Die Zusammenarbeit mit branchenführenden Unternehmen soll es Hyundai ermöglichen, seine Wasserstoffinfrastruktur zu erweitern und Brennstoffzellen-Elektrofahrzeuge (FCEV) effizienter herzustellen.
Das Engagement bei diesen Unternehmen werde die Sicherheit und die Kosten der Wasserstoffinfrastruktur verbessern, kündigte Youngcho Chi, President und Chief Innovation Officer der Hyundai Motor Group, an. „Wir hoffen, die breite Akzeptanz der Wasserstofftechnologie zu beschleunigen, indem wir FCEVs für unsere Kunden erschwinglicher machen.“
2. Generation der Brennstoffzelle in Serie
Hyundai hatte vor sechs Jahren das Brennstoffzellen-SUV ix35 Fuel Cell auf den Markt gebracht. Im vergangenen Jahr folgte der Nexo. Das Wasserstoffauto der zweiten Generation hat eine Reichweite von über 600 Kilometern. Im September hatte Hyundai zudem angekündigt, im nächsten Jahr 50 Brennstoffzellen-Lastwagen in die Schweiz zu liefern und mit Industriepartnern eine entsprechende Infrastruktur aufzubauen.
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