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Tenneco Brennstoffzellen Entwicklung

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Tenneco Automotive will zusammen mit einer europäischen Industriegruppe ein Wasserstoff-Brennstoffzellensystem für Automobile entwickeln.

( Archiv: Vogel Business Media )

Tenneco Automotive will zusammen mit einer europäischen Industriegruppe ein Wasserstoff Brennstoffzellensystem für Automobile entwickeln. Die Gruppe wird von Volvo angeführt und besteht aus 19 Partnern. Das Konsortium wird das Projekt unter dem Sechsten Rahmenprogramm für Dauerhafte Entwicklung (FP-6) der Europäischen Kommission ausarbeiten, die dieses sogenannte Hytran-Projekt finanziell unterstützt.

Hytran soll die Brennstoffzellentechnologie im Hinblick auf eine kommerziell einsetzbare Lösung vorantreiben. "Die Zusammenarbeit mit unseren OEM-Kunden beim Design von Auspuffbauteilen sowie der Integration von Diesel- und Benzinmotoren erfordert ein hohes Mass an Sachkenntnis, in den Bereichen Flussmanagement, Wärmeübertragung und Materialverträglichkeit, während gleichzeitig Kosten optimiert und die Fertigungsfähigkeiten gezielt eingesetzt werden müssen.

Die Anwendung dieser Sachkenntnisse auf die Entwicklung von Wasserstoff-Brennstoffzellen ist für Tenneco Automotive der logische nächste Schritt in die Zukunft", kommentierte Mark P. Frissora, Chairman und CEO von Tenneco Automotive, die zukünftige Entwicklungsarbeit. Das Ziel der Gruppe ist es, ein System mit einer 80 kW Wasserstoff-Brennstoffzelle (direct hydrogen fuel cell, DHFC) für den Antrieb eines Autos sowie eine separate Stromversorgungseinheit (auxiliary power unit, APU) von 10 kW für die Gehäuse Stromversorgung sowie für Lkw-Kabinen oder -Anhänger zu entwickeln.

Tenneco Automotive ist für das Design und die Entwicklung von Luft- und Brennstoff-Flusssystemen verantwortlich. Das APU-System soll einen Brennstoffprozessor enthalten, mit dem Dieseltreibstoff in Wasserstoff umgewandelt werden kann. Ausserdem sei eine Brennstoff-Reinigungsstufe integriert, in der der Wasserstoff von Verunreinigungen befreit wird, teilte Tenneco mit. Weiterhin übernimmt der Zulieferer die Verantwortung dafür, dass die im System auftretenden Lärm-, Vibrations- und Härtepegel (NVH) innerhalb der in Umweltstandards festgelegten Grenzen bleiben.

Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten werden im europäischen Emissionskontroll-Stammsitz von Tenneco Automotive in Edenkoben, Deutschland, durchgeführt. Die Mitglieder in der Industriegruppe sind die folgenden Firmen: Centro Ricerche Fiat, Renault, Volkswagen, DaimlerChrysler, DAF Trucks, Nuvera Fuel Cells, Johnson Matthey Fuel Cells, Opcon Autorotor, Weidmann Plastics Technology, Adrop, Institut fur Kraftfahrwesen Aachen, Netherlands Energy Research Centre, Politechnico di Torino, Paul Scherer Institut, Institut fur Mikrotechnik Mainz, Imperial College of Science, Technology and Medicine, London, und Environment Park, Turin.

Das wichtigste Ziel der Transportforschung der Europäischen Kommission besteht in der Entwicklung eines Systems, das praktisch keine Emissionen mehr ausstösst und einen sicheren Betrieb gewährleistet. Innerhalb des FP-6-Programms werden Forschungsarbeiten in den Bereichen Staureduzierung, intelligente Transportsysteme, neue Fahrzeugkonzepte und Brennstoffe durchgeführt.

Mit diesen Forschungsarbeiten sollen unterschiedliche und umweltfreundliche Energiequellen gefunden werden. Langfristige Ziele schliessen neue Energiequellen, wie Wasserstoff, Brennstoffzellen, Transport und Lagerung von Energie, Bioenergie und sauber brennende fossile Brennstoffsysteme ein.