Neue China-Marke Changan Deepal soll noch 2024 starten

Von Andreas Wehner 2 min Lesedauer

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Das SUV Changan Deepal S07 soll noch in diesem Jahr unter anderem in Deutschland starten. Außer E-Autos will der OEM auch Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge anbieten.

Der Deepal S07 soll noch in diesem jahr starten.(Bild:  Changan Automobile)
Der Deepal S07 soll noch in diesem jahr starten.
(Bild: Changan Automobile)

Der viertgrößte chinesische Automobilhersteller Changan will noch in diesem Jahr das Elektro-SUV Deepal S07 in Deutschland auf den Markt bringen. Wie das Unternehmen jetzt mitteilte, soll das Modell zunächst außerdem in Norwegen, Dänemark und den Niederlanden starten. Dazu hatte Changan bereits im September unter anderem eine deutsche Vertriebsgesellschaft gegründet.

Im Jahr 2025 sollen die Märkte Schweiz, Schweden, Finnland und Großbritannien dazukommen. Markteintritte in Spanien und Italien sind für 2026 geplant. Bis 2028 will der Autobauer nach eigenen Angaben in allen wichtigen europäischen Märkten präsent sein. Außer Elektroautos will Changan auch Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge anbieten.

Über das Vertriebskonzept ist bislang nichts bekannt. Changan wolle „mit lokalen Handelspartnern zusammenarbeiten“, die Vertrieb und Service übernehmen sollen. Mehr Details wollen die Chinesen Ende Oktober bekanntgeben. Dann soll es auch mehr Infos zum Fahrzeug geben.

In China gibt es den Deepal S07 in zwei batterieelektrischen Varianten, die ihre (nach chinesischem Fahrzyklus CLTC ermittelte) Reichweite im Namen tragen: Der Deepal S07 520 schafft somit mit seiner 69-kWh-Batterie 520 Kilometer, der Deepal S07 628 kommt mit einem 80 kWh großen Akku auf 628 Kilometer Reichweite. Beide sollen sich in 15 Minuten von 30 auf 80 Prozent laden lassen. Neben den reinen Elektroautos bietet Deepal in China auch Range-Extender-Varianten an.

Für Europa ist früheren Angaben zufolge auch das Fabrikat Avatr vorgesehen. Für die Marke betreibt Changan in München bereits seit einigen Jahren ein Designzentrum und testete das Publikumsinteresse schon auf der IAA im September 2023. Changan verfügt zudem über ein europäisches Designzentrum im italienischen Turin sowie ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Birmingham (Großbritannien).

Nach einem Bericht des Portals „CNEV Post“ peilt das Unternehmen auch eine Produktionsstätte in Europa an. Derzeit entsteht in Thailand das erste außerchinesische Changan-Werk, das im ersten Quartal 2025 mit der Produktion beginnen soll. Weitere Werke erwägt der Autohersteller in Mittel- und Südamerika.

Changan verkaufte im vergangenen Jahr inklusive Joint Ventures 2,5 Millionen Autos. Darunter waren 2,1 Millionen Fahrzeuge der eigenen Marken. 360.000 gingen ins Ausland. Für dieses Jahr hat sich der Autobauer einen Absatz von 2,8 Millionen Autos vorgenommen, davon 480.000 außerhalb Chinas. Bis 2030 sollen die Verkäufe auf insgesamt 5 Millionen Einheiten steigen. Davon will Changan 1,2 Millionen Einheiten in den Exportmärkten verkaufen.

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