Zulieferer Continental testet Reifen im Fahrsimulator

Redakteur: Tanja Schmitt

Continental testet seine Reifen künftig in einem Fahrsimulator. Das geht schneller – und spart im besten Fall mehrere Tausend Testreifen.

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Im dynamischen Fahrsimulator testet Continental Reifen in allen Fahrsituationen und auf unterschiedlichen Untergründen.
Im dynamischen Fahrsimulator testet Continental Reifen in allen Fahrsituationen und auf unterschiedlichen Untergründen.
(Bild: Continental)

Continental testet seine Reifen künftig in einem dynamischen Fahrsimulator. Der sogenannte Driver-in-the-loop Simulator(DIL) tritt Mitte nächsten Jahres seinen Dienst an. Die Anlage steht im Contidrom, Continentals Reifentestzentrum in Wietze nahe Hannover. Der Simulator berechnet exakte fahrdynamische Parameter der Reifen und des jeweiligen Testfahrzeugs. Wegen seiner Beweglichkeit und der hohen Auflösung wirkt das „Fahren“ damit realistisch.

Im Simulator werden die Daten des Fahrzeugs hinterlegt, für das der Reifen entwickelt wird. Dazu kommen Daten wie die Gummimischung, Reifenarchitektur und Profilgestaltung des Reifens. Die Testfahrer erproben den jeweiligen Reifen in zahlreichen virtuellen Szenarien, zum Beispiel auf unterschiedlichen Untergründen.

Simulieren lassen sich etwa das Beschleunigen, zweispurige Fahrzeugmanöver, enge und langgezogene Kurvenfahrten und das Fahren auf verschiedenen Oberflächen. Unterschiedliche Reifenparameter lassen sich so digital anpassen und prüfen. Der Simulator eignet sich für Pkw und Nutzfahrzeuge mit diversen Antriebskonzepten.

Schneller entwickeln

Das digitale Testen verkürzt den Entwicklungsprozess. Continental will dadurch rund 100.000 Testkilometer und 10.000 Reifen sparen. Jeder Testzyklus, der im Simulator statt auf der Straße absolviert wird, bedeutet im Umkehrschluss weniger verbrauchte Testreifen. Außerdem will der Hersteller so neue Materialien testen und optimieren ehe daraus ein Reifen wird.

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