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Personenbeförderung Daimler stellt elektrischen Stadtbus E-Citaro vor

| Autor/ Redakteur: Elfriede Munsch/SP-X / Thomas Günnel

Mercedes-Benz hat den „eCitaro“ vorgestellt, einen rein elektrisch angetriebenen Stadtbus. Die Energieversorgung übernehmen Lithium-Ionen-Batterien, später soll eine Brennstoffzelle als Range-Extender dienen.

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Daimler hat den „eCitaro“ vorgestellt, einen rein elektrisch angetriebenen Stadtbus. Seine offizielle Premiere ist auf der IAA Nutzfahrzeuge vom 20. bis 27. September 2018 in Hannover.
Daimler hat den „eCitaro“ vorgestellt, einen rein elektrisch angetriebenen Stadtbus. Seine offizielle Premiere ist auf der IAA Nutzfahrzeuge vom 20. bis 27. September 2018 in Hannover.
(Bild: Daimler)

Rein elektrisch betriebener Personennahverkehr – darauf zielt Mercedes mit dem jetzt vorgestellten Stadtbus E-Citaro ab. Seine öffentliche Premiere findet auf der IAA Nutzfahrzeuge vom 20. bis 27. September 2018 in Hannover statt. Für den Antrieb des Busses sorgen zwei radnabennahe Elektromotoren an der Antriebsachse, die jeweils 125 kW/170 PS leisten. Das Drehmoment liegt bei jeweils 485 Nm.

Die Stromversorgung übernehmen modular aufgebaute Lithium-Ionen-Batterien, die auf dem Dach und im Heck platziert sind. Maximal sind zehn Module möglich, die eine Leistung von bis zu 243 kWh abgeben können. Aufgeladen werden die Batterien entweder mittels Combo-2-Stecker oder optional per Dachstromabnehmer.

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Mit zehn Batteriemodulen wiegt der zwölf Meter lange E-Bus in Serienausführung etwa 13,44 Tonnen. Damit ist eine Zuladung von sechs Tonnen erlaubt oder anders ausgedrückt: Rund 88 Fahrgäste können transportiert werden.

Reichweite: 150 Kilometer

Als maximale Reichweite gibt Mercedes unter Alltagsbedingungen 150 Kilometer an. Um im Sommer und im Winter weit genug fahren zu können, wurde beim E-Bus der Energiebedarf für Heizung, Lüftung und Klimatisierung im Vergleich zu den Modellen mit Verbrennungsmotor um rund 40 Prozent gesenkt.

So wird der Frischluftanteil im Bus an die aktuelle Fahrgastzahl angepasst. Die Auslastung des Busses wird dabei über dessen Achslastsensoren ermittelt. Außerdem wird die Leistung von Heizung und Klimaanlage je nach Zahl der Fahrgäste an Bord abgestimmt. Die Klimatisierung des Fahrerplatzes ist separat geregelt und auch bei extremen Außentemperatur ein Arbeitsklima von 24 Grad angestrebt.

Die nahezu identische Bedienung im Vergleich zum Citaro mit Verbrennungsmotor erfordert von den Fahrern keine großen Umstellungen. An die Stelle des Drehzahlmessers tritt ein Powermeter. Dieser zeigt die aktuelle Leistungsabforderung oder den Stand der Rekuperation an. Der Fahrer erhält außerdem Informationen über den Ladezustand der Batterien und Reichweite.

Brennstoffzelle als Range-Extender

Auch eine Umstellung auf künftige Batterietechnik hat Mercedes beim eCitaro im Blick. Die nächste, circa in zwei Jahren erhältliche Generation der aktuell verwendeten Lithium-Ionen-Batterien haben eine größere Kapazität (330 kWh) und ermöglichen daher eine gesteigerte Reichweite. Dank gleicher Anschlüsse soll der Tausch einfach möglich sein.

Außerdem will Mercedes alternativ zu den Lithium-Ionen-Batterien ab dem Jahr 2022 Feststoff-Batterien mit rund 400 kWh sowie einen Range-Extender in Form einer Brennstoffzelle zur Stromerzeugung für den E-Bus anbieten. Mit diesen Optionen sollen sich nahezu alle Streckenprofile von Stadtbussen künftig elektrisch abdecken lassen.

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