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Autosammler und Pilot bei historischen Rallyes
Privat ist Donckerwolke begeisterter Autosammler und Pilot bei historischen Rallyes; in seiner Garage stehen unter anderem ein Lamborghini Miura, verschiedene Porsche-Modelle, ein BMW 3,0 CSi und ein Fiat 850 Coupé. In seiner Freizeit zeichnet der in Peru geborene Kosmopolit Michel-Vaillant-Comics – ein Thema, das ihn seit seiner Kindheit beschäftigt.
Schlagzeilen auf der New Yorker Autoshow 2015
Bei der Automesse in New York im April 2015 sorgte Donckerwolke für Schlagzeilen, indem er die Studie Continental Concept der Ford-Tochter Lincoln als dreistes Plagiat des Bentley Flying Spur identifizierte. „Soll ich die Produktionswerkzeuge schicken?" fragte er Lincoln-Chefdesigner David Woodhouse via Facebook sarkastisch. Und präzisierte uns gegenüber: „Dieses Verhalten ist nicht akzeptabel. Eine derartige Kopie zu bauen ist rufschädigend für die ganze Branche.“ Seine ungewöhnlich harschen Bemerkungen haben Donckerwolke im VW-Konzern nicht geschadet.
Bentley in guten Händen
Auch nach Donckerwolkes Abgang bleibt Bentley in guten Händen: Für das Markendesign ist nunmehr Stefan Sielaff verantwortlich. Der langjährige Audi-Designer mit einem Faible für elegante Kleidung hatte zuletzt die Interieur-Designstrategie für den VW-Konzern verantwortet und das Designstudio in Potsdam geleitet. Mit dem Umzug nach Crewe gibt er seine Position in Potsdam auf, bleibt aber für das Interieur-Design verantwortlich. In seiner Funktion als Bentley-Chefdesigner wird Sielaff an Technikvorstand Rolf Frech berichten; Markenchef Wolfgang Dürheimer ist jedoch ebenfalls bekannt für sein großes Interesse an allen Designaspekten seiner Fahrzeuge. Zu den Herausforderungen für Bentley gehört der kommende Mulsanne.
Offene Fragen
Offen bleibt einstweilen, wo Donckerwolke seinen nächsten Auftritt haben wird. Während Konzern-Designchef Walter de Silva ihm explizit für seine langjährige Arbeit dankt, läuft die Gerüchteküche auf Hochtouren. Eine führende Position bei einem asiatischen Autohersteller gilt als ebenso möglich wie der Wechsel zu einem kalifornischen Technologiekonzern. Unterdessen laufen sich im VW-Konzern die potentiellen Nachfolger für Walter de Silva warm. Dabei ist noch nicht einmal ausgemacht, dass der Italiener überhaupt einen direkten Nachfolger bekommt, wenn die Ära Winterkorn/de Silva eines Tages endet.
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