Infrastruktur Neue Schnell-Ladestandorte und H2-Tankstellen für Lkw

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

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An 124 Autobahn-Rastplätzen beginnt die Installation von Schnellladeinfrastruktur für E-Lkw. Außerdem fördert der Bund den Bau von Wasserstoff-Tankstellen.

Der Bund baut die Lade- und Tankinfrastruktur für batterieelektrisch angetriebene Lkw und solche mit Brennstoffzelle aus.(Bild:  Daimler Truck)
Der Bund baut die Lade- und Tankinfrastruktur für batterieelektrisch angetriebene Lkw und solche mit Brennstoffzelle aus.
(Bild: Daimler Truck)

Der Bund hat Aufträge vergeben für den Aufbau von 124 Schnell-Ladestationen für E-Lkw an unbewirtschafteten Rastplätzen. Insgesamt 836 Ladepunkte entstehen damit an Autobahnen. Davon sind 447 Megawatt-Ladepunkte, 157 Ladepunkte mit bis zu 400 Kilowatt Leistung und 232 Ladesäulen mit bis zu 100 Kilowatt Ladeleistung.

Fünf Lose vergab die Autobahn GmbH für die Aufträge an die Betreiber:

  • Eliso Voltix Truck Charging, 25 Rastanlagen
  • Autostrom Plus, 24 Rastanlagen
  • Electric Mobility Infrastructure Deutschland / Engie Vianeo, 26 Rastanlagen
  • Bietergemeinschaft STRA-loaded, 25 Rastanlagen
  • Bietergemeinschaft E.ON Drive & mblty, 24 Rastanlagen
eine Deutschlandkarte mit den geplanten Standorten von Schnellladestationen für E-Lkw
An 124 unbewirtschafteten Rastplätzen entstehen Schnellladestationen für E-Lkw.
(Bild: Autobahn GmbH)

Im Juli 2024 gaben die damaligen Minister Robert Habeck und Volker Wissing gemeinsam mit den hauptverantwortlichen Netzbetreibern und dem Branchenverband BDEW das offizielle „Go!“ für den Ausbau eines flächendeckenden Netzes von Schnell-Ladestationen für schwere E-Lkw an Autobahnen. Insgesamt soll an 350 bewirtschafteten und unbewirtschafteten Standorten eine E-Lkw-taugliche Schnell-Ladeinfrastruktur entstehen.

Förderung für Wasserstoff-Tankstellen

Außerdem sind beim Projektträger des Verkehrsministeriums zu einem Förderaufruf bis Ende Juni 526 Anträge eingegangen: für den Aufbau eines initialen Wasserstoff-Tankstellennetzes für schwere Nutzfahrzeuge.

Das beantragte Fördervolumen beläuft sich auf 455 Millionen Euro. Darunter sind 71 Anträge für Tankstellen und 455 Anträge für Fahrzeuge und Fahrzeugflotten. Das Verkehrsministerium stellt dafür laut eigener Angaben 220 Millionen Euro bereit.

Der Nationale Wasserstoffrat sieht in dem Förderaufruf die Basis für den Aufbau eines Grundnetzes an Wasserstofftankstellen bis etwa zum Jahr 2030. Damit könnte „eine Wasserstoff-Lkw-Flotte von einigen tausend Fahrzeugen“ möglich sein, kommentiert der Rat.

Projekte wählt das Ministerium basierend auf einem wettbewerblichen Verfahren aus. Die priorisierten Anträge sollen eine Bewilligung in der zweiten Jahreshälfte erhalten.

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