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Ex-Audi-Chef Stadler droht Gefängnisstrafe

| Autor: Yvonne Simon

Laut Anklageschrift der Staatsanwaltschaft München II soll Rupert Stadler im Zusammenhang mit der Abgasaffäre für 120.000 manipulierte Fahrzeuge verantwortlich sein – und dadurch für einen Millionenschaden. Eine Verurteilung könnte für Stadler hinter Gittern enden.

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Rupert Stadler soll laut Anklageschrift 120.000 manipulierte Fahrzeuge in Europa verantworten.
Rupert Stadler soll laut Anklageschrift 120.000 manipulierte Fahrzeuge in Europa verantworten.
( Bild: Audi )

Ex-Audi-Chef Rupert Stadler soll in der Abgasaffäre einen Millionenschaden verantworten. So steht es in der Betrugsanklageschrift der Staatsanwaltschaft München II gegen Rupert Stadler und zwei weitere Beschuldigte, wie aus einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) vom Freitag (9. August) hervorgeht.

Ermittler machen Stadler für 27, 5 Millionen Euro Schaden verantwortlich

Konkret sehen die Ermittler den ehemaligen Manager in der Verantwortung für 120.000 manipulierte Diesel-Fahrzeuge in Europa. Pro Auto soll der Schaden knapp 230 Euro betragen – daraus errechnet sich eine Gesamtschadenssumme von rund 27,5 Millionen Euro. Darin inbegriffen sind die bei den Ingolstädtern angefallenen Kosten für das Software-Update einschließlich Werkstatt-Besuch.

Den SZ-Informationen zufolge wurde der mutmaßliche Schaden auf Euro und Cent genau berechnet. Die Höhe der Summe könnte Stadler, der bereits im letzten Jahr einige Monate in Untersuchungshaft verbrachte, die Freiheit kosten. Sollte die Anklage zu einer Gerichtsverhandlung und einer Verurteilung führen, gelte eine Bewährungsstrafe als unwahrscheinlich. Stadler selbst weist die Vorwürfe von sich und beteuert seine Unschuld.

Die Ermittler werfen Stadler vor, nach Bekanntwerden der Dieselaffäre bei Volkswagen im September 2015 die Herstellung weiterer Fahrzeuge mit Abschalteinrichtung geduldet zu haben, anstatt den Manipulationen den Riegel vorzuschieben.

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Über den Autor

Yvonne Simon

Yvonne Simon

Volontärin »kfz-betrieb«

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