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Verkehrssicherheit Forschungsprojekt Kreisverkehr

Autor / Redakteur: ampnet/Hans-Robert Richarz / Thomas Günnel

Die Verkehrsregelung durch Kreisverkehre führte in Deutschland ein eher stiefmütterliches Dasein. Mittlerweile erleben Kreisverkehre aber in Deutschland eine Renaissance, besonders innerorts als Minikreisverkehre. Wie sicher diese sind, untersuchte die TU Dresden im Auftrag der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt).

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Kreisverkehre erleben in Deutschland eine Renaissance, vor allem innerorts als Minikreisverkehre. Wie sicher diese sind, hat jetzt die TU Dresden im Auftrag der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) untersucht.
Kreisverkehre erleben in Deutschland eine Renaissance, vor allem innerorts als Minikreisverkehre. Wie sicher diese sind, hat jetzt die TU Dresden im Auftrag der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) untersucht.
(Foto: TU Dresden)

Während im übrigen Europa, besonders in Frankreich, Großbritannien und Spanien, Kreuzungen mittels Rundfahrt entschärft wurden, gaben bundesdeutsche Behörden meist Ampeln den Vorzug – obwohl das Nachbarland Frankreich, das mit über 20 000 „Ronds-Points“ weltweit über die Hälfte verfügt, schon seit 1907 am Arc de Triomphe damit beste Erfahrungen gemacht hat.

Mehr Kreisel auch in Deutschland

Inzwischen aber erleben Kreisverkehre auch in Deutschland eine Renaissance, besonders innerorts als Minikreisverkehre mit einem Durchmesser zwischen 13 und 22 Metern. Sie sind dazu gedacht, an geeigneten Plätzen bestehende Vorfahrtsregelungen oder Ampeln zu ersetzen und gelten als sicher und leistungsfähig. Zudem erfordern sie vergleichsweise geringe Investitionen. Darüber, inwieweit es jedoch mit der Verkehrsqualität und vor allem der Sicherheit bestellt ist, gab es bislang nur Mutmaßungen. Jetzt ließ die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) in Bergisch Gladbach von der TU Dresden Einsatzbereiche und -grenzen sowie Anforderungen an die Gestaltung von Minikreisverkehren unter Berücksichtigung der Verkehrssicherheit, des Verkehrsablaufs und der Lärmemissionen erarbeiten.

Drei Schwerpunkte

Dabei ergaben sich unterschiedliche Schwerpunkte: Bei Minikreisverkehren in Ortseinfahrtbereichen standen Verkehrssicherheitsaspekte wie Geschwindigkeit und Radverkehr im Vordergrund. Minikreisverkehre in Erschließungsstraßen wurden vor allem hinsichtlich einheitlicher Gestaltung untersucht. Außerdem stand bei den untersuchten Straßenkreisen die bauliche Ausführung der Insel und der Fahrbahnteiler im Focus. Zur Übersicht realisierter Minikreisverkehre fand mittels eines Fragebogens eine bundesweite Recherche statt. Die Bewertung der Verkehrssicherheit umfasste etwa 100 Standorte und erstreckte sich auf den Vergleich des Unfallgeschehens sowie die Berechnung der Unfallkennwerte. Anhand von zehn Fallbeispielen wurde ein Berechnungsverfahren zur Bewertung der Verkehrsqualität entwickelt. Zudem fand an drei Minikreisverkehren eine Schallpegelmessung zur Bewertung der Lärmemission statt.

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