Pelzer Acoustic Products

Happich-Gruppe gekauft

15.06.2010 | Redakteur: Bernd Otterbach

Die insolvente Wuppertaler Happich-Gruppe ist an die Pelzer Acoustic Products GmbH (PAP) verkauft worden. Vorausgegangen war eine fast einjährige Restrukturierung.

Dies teilte der Insolvenzverwalter Bruno M. Kübler am Dienstag mit. Das Wittener Unternehmen PAP ist spezialisiert auf akustisch und thermisch abschirmende Produkte für die Luftfahrt, den Schiffsmotoren-, Spezialfahrzeug- und Maschinenbau sowie für die Bauindustrie.

„Interessenten gab es genug“, sagte Kübler. „Aber einen Investor zu finden, der über die nötigen Finanzmittel bzw. über die Unterstützung seiner Banken verfügt, ist in diesen Zeiten insbesondere bei Automotive-Zulieferern mehr als schwierig. Umso mehr freut es mich, dass dies hier gelungen ist.“

Happich musste Anfang Juli 2009 Insolvenz anmelden. Der Zulieferer für die Nutzfahrzeugindustrie mit zwei deutschen und sieben ausländischen Tochtergesellschaften sowie rund 550 Mitarbeitern, hatte beträchtliche Verluste eingefahren und stand kurz vor dem Aus.

Im Zuge der Restrukturierung wurden am Hauptstandort Wuppertal etwa 90 Arbeitsplätze abgebaut werden. Erschwert wurde die Sanierung durch die internationale Verflechtung von Happich. An dem für das Überleben der Gruppe unverzichtbaren, ebenfalls in Insolvenz geratenen Produktionsstandort im tschechischen Pilsen kamen Auslieferungen an die überwiegend deutschen Kunden zeitweilig zum Erliegen. Insolvenzverwalter Kübler, der auch als deutscher Hauptverwalter der dortigen Tochtergesellschaft eingesetzt ist, gelang es, den Standort wieder in die Produktionskette zu integrieren.

PAP hat zugesichert, die Geschäfte mit etwa 100 Mitarbeitern weiterhin von Wuppertal aus zu betreiben. Außerdem konnten die HAPPICH-Tochtergesellschaften in Frankreich und Polen mit verkauft werden. Zuvor hatte Kübler bereits für die Tochtergesellschaften in Spanien und in der Türkei einen Käufer gefunden. Insgesamt können in Wuppertal und an den übernommenen Auslandsstandorten rund 200 Arbeitsplätze erhalten werden.

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