Automatisierung Festo baut 1.300 Jobs in Deutschland ab

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

Festo baut in Deutschland 1.300 Jobs ab. Deutsche Standorte sollen nicht geschlossen werden.

Festo wird in Deutschland über 1.000 Stellen abbauen. Im Bild: Der Hauptsitz des Unternehmens in Esslingen-Berkheim.(Bild:  Festo)
Festo wird in Deutschland über 1.000 Stellen abbauen. Im Bild: Der Hauptsitz des Unternehmens in Esslingen-Berkheim.
(Bild: Festo)

Das Automatisierungsunternehmen Festo mit Sitz in Esslingen am Neckar wird in Deutschland rund 1.300 Jobs abbauen. „Tiefgreifende Veränderungen in den Märkten, zunehmender asiatischer Wettbewerb und geopolitische Krisen“ fordern das Unternehmen stark heraus, vor allem in Deutschland, teilt Festo mit.

Festo-Chef Thomas Böck verweist auf ein notwendiges Transformationsprogramm: „Wir brauchen das Transformationsprogramm jetzt, da wir noch aus einer Position der Stärke heraus agieren können“, sagte er laut einer Mitteilung. Die dafür notwendigen finanziellen Mittel will das Unternehmen unter anderem mittels Veränderungen in der Organisationsstruktur freimachen – in deren Zuge „über verschiedene Bereiche hinweg“ rund 1.300 Jobs entfallen.

Jährlich rund 200 Millionen Euro sparen

Laut der Deutschen Presse Agentur will Festo weltweit jährlich 200 Millionen Euro sparen. Dazu würden auch im Ausland Stellen abgebaut, zitiert die Agentur Thomas Böck laut der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten. Standorte in Deutschland will Böck nicht schließen: „Wir werden auch alle Produktionsstandorte in Deutschland erhalten“, zitiert ihn die Agentur. 

Der Stellenabbau solle möglichst verantwortungsvoll und sozialverträglich passieren. Dazu zählten Maßnahmen, die auf Einvernehmlichkeit basierten oder solche für Beschäftigte, die sich nahe der Rente befinden. Betriebsbedingte Kündigungen seien eine Option, „aber wir versuchen dies größtmöglich zu vermeiden“, schreibt die Agentur.

Rückläufiger Umsatz seit drei Jahren

Ende des Jahres 2025 beschäftigte Festo rund 20.600 Menschen. Davon arbeiten etwa 8.200 in Deutschland. Der Umsatz des Unternehmens sank 2025 um 3,7 Prozent auf rund 3,33 Milliarden Euro – der dritte Rückgang in Folge. Im Jahr 2022 hatte Festo laut Deutscher Presse Agentur noch 3,81 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet.

In der Bilanzvorlage spricht Festo demnach von herausfordernden Marktbedingungen. Hinzu kämen Handelsbarrieren „wie die unberechenbare US-Zollpolitik“ und geopolitische Konflikte. Viele Kunden, vor allem aus der Automobilindustrie, seien mit Investitionen zurückhaltend.

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